Am 18. April 2026 fand in Ried ein spannendes Fußballspiel zwischen Österreichs Frauen-Nationalteam und dem hohen Favoriten Deutschland statt. Vor rund 4.300 Zuschauern endete die Partie mit einem torlosen Unentschieden (0:0). Damit stoppte Österreich eine Niederlagenserie von drei Spielen und erzielte gleichzeitig ein historisches Ergebnis: Es war das erste Länderspiel gegen Deutschland, das Österreich nicht verlor.
Die erste Halbzeit präsentierte sich qualitativ eher überschaubar. Deutschland hatte drei Chancen, während Österreich nur eine Möglichkeit verbuchen konnte. Doch in der zweiten Halbzeit steigerte sich das Niveau des Spiels erheblich. Deutschland spielte druckvoller, während Österreich sich energisch zur Wehr setzte. In der 72. Minute kam Österreich durch eine Kopfballchance von Minge gefährlich vor das deutsche Tor. Doch das Spiel nahm in der 79. Minute eine dramatische Wendung, als die deutsche Kapitänin Janina Minge wegen einer Notbremse die Rote Karte sah.
Ein historisches Remis und die Reaktionen
Trotz der zahlenmäßigen Unterlegenheit hatte Deutschland in der 94. Minute die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen, verfehlte jedoch das Tor. Österreich brachte das Remis über die Zeit und feierte diesen Erfolg. Bundestrainer Christian Wück äußerte nach dem Spiel, dass sein Team nach wie vor an der Spitze der Gruppe 4 der WM-Qualifikation für 2027 steht, obwohl sie erstmals in der Qualifikation Punkte liegen ließen. Mit 10 Punkten und einem Torverhältnis von 14:1 bleibt Deutschland ein ernstzunehmender Anwärter für die direkte Qualifikation zur WM.
Die Spielerin Sjoeke Nüsken kritisierte die Qualität im Passspiel und die Umsetzung der Spielvorgaben. Ihre Mitspielerin Linda Dallmann ergänzte, dass das Team zu spät wach geworden sei, betonte aber, dass sie aus solchen Spielen lernen könnten. Beide Teams traten ohne ihre etatmäßigen Kapitäne an: Giulia Gwinn für Deutschland und Sarah Puntigam für Österreich fehlten verletzungsbedingt. Carlotta Wamser und Larissa Mühlhaus übernahmen die Aufgaben auf den jeweiligen Positionen und Mühlhaus leitete sogar die erste Chance des Spiels ein, die von Österreichs Torhüterin Mariella El Sherif vereitelt wurde.
Ausblick auf die WM-Qualifikation
Die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2027 findet von 2025 bis 2027 statt. Russland wurde vor der Qualifikation ausgeschlossen, und es stehen insgesamt 32 Startplätze für die Endrunde zur Verfügung. Die Gruppensieger der UEFA Women’s Nations League 2025 qualifizieren sich direkt für die Endrunde, während die restlichen Startplätze in zwei Runden ausgespielt werden. Die Auslosung für die Qualifikationsgruppen fand bereits am 4. November 2025 statt.
Die nächsten Herausforderungen für beide Teams stehen ebenfalls an: Deutschland trifft am 5. Juni in Köln auf Norwegen. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für die WM, was den Druck auf die DFB-Frauen erhöht. Österreichs Nationalteam hat mit diesem Remis gegen Deutschland sicherlich einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht, um sich in der Gruppe zu behaupten.
Für weitere Details und Hintergründe zu diesem spannenden Spiel werfen Sie einen Blick auf die umfassenden Berichte in den Quellen: Tipps.at und t-online.de.