Heute ist der 17.05.2026 und die Fußballfans in Ried könnten kaum aufgeregter sein. Der SV Oberbank Ried hat sich den Klassenerhalt in der Bundesliga vorzeitig gesichert und belegt aktuell den siebten Platz in der Saison 2025/26. Mit einer Menge Stolz, aber auch einer gewissen Erleichterung, blicken die Spieler und Fans auf die bevorstehenden Herausforderungen. Das Team steht kurz vor einem entscheidenden Spiel im BL-Europacup-Play-off-Halbfinale, das am kommenden Dienstag mit Heimrecht stattfinden wird. Ein echter Grund zur Freude für alle Beteiligten – auch wenn das letzte Spiel gegen den SCR Altach nicht gerade nach Wunsch verlief.

Das Match endete mit einer 0:2-Niederlage für Ried, und die Tore fielen durch zwei Handelfmeter für Altach. Diese Entscheidungen waren unstrittig, zumindest aus Sicht der Schiedsrichter. Cheftrainer Maximilian Senft nutzte die letzte Runde der Saison, um seine Stammkräfte zu schonen. In einer mutigen Entscheidung brachte er gleich sechs neue Spieler in die Startelf, darunter Philip Weissenbacher, der sein Bundesliga-Startelf-Debüt gab. Zuvor hatte er in dieser Saison nur eine Minute Spielzeit gesammelt – ein mutiger Schachzug von Senft, der sich in diesen Momenten auf die Entwicklung junger Talente konzentriert. Senft bemerkte, dass das Spiel für Ried anders hätte verlaufen können, hätte ein Tor von Christopher Wernitznig gezählt. Doch der VAR hatte andere Pläne und entschied auf Handspiel.

Ein bitteres Ende für Altach

Für den SCR Altach war das Spiel gegen Ried eine Möglichkeit, sich mit einem Sieg aus der Saison zu verabschieden. Und das gelang auch – nach sechs Pflichtspielen ohne Sieg feierte Altach endlich wieder einen Erfolg. Patrick Greil brachte die Gastgeber in der Nachspielzeit der ersten Hälfte mit einem Elfmeter in Führung, gefolgt von Yann Massombo, der das Ergebnis in der 75. Minute ebenfalls per Elfmeter auf 2:0 erhöhte. Beide Elfmeter resultierten aus Handspielen der Rieder, die jedoch unstrittig waren. Ried hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die Möglichkeit verpasst, ins finale Duell mit dem Fünften der Meistergruppe zu gelangen, was den Druck auf die kommenden Spiele erhöht.

Das Spiel war nicht nur von den Toren geprägt. In der 68. Minute erhielt Ried-Spieler Martin Rasner die zweite Gelbe Karte, wodurch Ried mit einem Mann weniger weiterspielen musste. Eine bittere Pille für die Mannschaft, die in dieser Phase des Spiels einfach nicht mehr die Kontrolle behalten konnte. Zudem trugen die Rieder aus Respekt für den kürzlich verstorbenen Ex-Trainer Alfred Tatar einen Trauerflor. Die Emotionen waren greifbar, sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen, wo etwa 4.700 Zuschauer das Geschehen mitverfolgten.

Der Blick nach vorne

Trotz der Niederlage gegen Altach bleibt der Fokus in Ried auf dem bevorstehenden Europacup-Spiel. Senft bezeichnet das kommende Duell gegen RZ Pellets WAC als „Topspiel“ und betont die Vorfreude auf die Unterstützung der Fans. Es ist eine Gelegenheit, die Saison mit einem Höhepunkt abzuschließen und sich im Europacup zu beweisen. Die individuelle Stärke der WAC-Mannschaft ist bekannt, doch Ried hat bereits mehrfach gezeigt, dass sie auch gegen starke Gegner bestehen können. Ob die Rotation und die frischen Spieler am Dienstag den Unterschied machen, bleibt abzuwarten.

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Für Ried steht die nächste Herausforderung vor der Tür. Das Team hat sich in dieser Saison viel erarbeitet und will nun mit einem starken Auftritt im Europacup-Play-off-Halbfinale glänzen. Die Fans können sich auf spannende Tage freuen, und wer weiß – vielleicht wird diese Saison ja noch mit einem Paukenschlag beendet!