Am Pfingstsamstag, einem Tag, der sich perfekt für Outdoor-Aktivitäten anbot, fand in Neustift im Mühlkreis der Bezirksradtag statt. Diese Veranstaltung war nicht einfach nur ein weiteres Event im Kalender, sondern Teil des „Fest des Jahres“. Über 450 Radfahrer aus 50 Orten hatten sich auf die Sättel geschwungen, um an diesem besonderen Tag teilzunehmen. Die Mehrheit der Teilnehmer kam aus dem Mühlviertel, aber auch viele aus dem Innviertel und dem angrenzenden bayerischen Raum waren dabei. Die weiteste Anreise hatte ein Teilnehmer aus Baumgartenberg im unteren Mühlviertel – Respekt dafür!
Bereits vor 8:30 Uhr rollten die ersten Radfahrer los. Die Auswahl war groß: zwei Streckenlängen standen zur Verfügung, nämlich 35 Kilometer für die kürzere Strecke und 44 Kilometer für die sportlicheren unter den Teilnehmern. Die Routen führten durch die malerische Landschaft zwischen Oberösterreich und Bayern, und die Fernsicht war einfach grandios.
Ein Fest für alle Sinne
In Gottsdorf wartete eine Labstation auf die Radler, die für die nötige Verpflegung sorgte – denn bei all der Anstrengung darf der Bauch nicht knurren! Nach der Tour konnten sich die Teilnehmer im Festzelt mit einem köstlichen Radlermenü stärken und zu den Klängen von „Gisi & Hans“ das Tanzbein schwingen. Das war nicht nur sportlich, sondern auch gesellig. Die Stimmung war ausgelassen, und man spürte förmlich die Freude am Zusammensein.
Ein besonderes Highlight waren die Preise für die größten Gruppen. Der erste Platz ging an Hofkirchen mit 37 Teilnehmern, gefolgt von Sarleinsbach (26 Teilnehmer) und Putzleinsdorf sowie Kollerschlag, die beide mit 22 Teilnehmern den dritten Platz belegten. Das zeigt, wie sehr das Gemeinschaftsgefühl in der Region gelebt wird.
Radeln in Österreich – ein Trend mit Rückenwind
Der Bezirksradtag in Neustift ist nicht nur ein lokales Ereignis, sondern fügt sich auch in einen größeren Rahmen ein. Im Jahr 2025 haben fast 44.000 Radler:innen an der Initiative „Österreich radelt“ teilgenommen und dabei über 37 Millionen Kilometer zurückgelegt. Das zeigt, wie das Radfahren in Österreich einen echten Aufschwung erlebt. Von Tirol bis Burgenland waren 664 Gemeinden, 842 Vereine, 1.248 Betriebe, 113 Schulen und 38 Universitäten aktiv dabei. Da fragt man sich: Wer hat nicht schon einmal beim Radfahren die Freiheit und den Wind in den Haaren genossen?
Besonders spannend ist auch, dass die Initiative das Radfahren nicht nur im Sommer fördert. Die Winterradelsaison läuft heuer vom 11. November 2025 bis zum 11. Februar 2026. Ziel ist es, auch in der kalten Jahreszeit aktiv zu bleiben und Kilometer zu sammeln. Ein schöner Gedanke, denn auch im Winter kann man auf zwei Rädern unterwegs sein – man muss nur die richtige Kleidung wählen!
Der Bezirksradtag in Neustift war ein voller Erfolg und ein Zeichen dafür, dass das Radfahren in der Region fest verankert ist. Die Freude am Radeln, die Gemeinschaft und das Engagement der Teilnehmer sind Dinge, die man nicht oft genug feiern kann. Und wer weiß – vielleicht sind wir beim nächsten Mal selbst wieder dabei!
