Bezirksstellenversammlung des Roten Kreuzes Rohrbach: Digitalisierung und Auszeichnungen im Fokus
Die Bezirksstellenversammlung des Roten Kreuzes Rohrbach war ein echter Anziehungspunkt und gut besucht. Bezirksstellenleiterin Wilbirg Mitterlehner eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Anwesenden mit einem Lächeln. In einer spannenden Interviewrunde mit Bezirksgeschäftsleiter Johannes Raab und Katastrophenhilfsdienst-Referent Markus Müller-Wipperfürth wurden interessante Themen angesprochen, die die Arbeit des Roten Kreuzes betreffen. Besonders hervorzuheben ist der geplante Baustart für eine 270 Quadratmeter große Katastrophenschutzhalle in Rohrbach-Berg, der in naher Zukunft ansteht.
Rettungsdienst-Leiter Daniel Hofer brachte frischen Wind in die Diskussion, indem er über die Digitalisierung im Rettungswesen informierte. Am 10. März wird die Patientendokumentation auf ein digitales Einsatzprotokoll umgestellt – ein Schritt, der die Abläufe deutlich effizienter gestalten könnte. Primar Kostja Steiner nutzte die Gelegenheit, um die gute Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen zu betonen. Auch die Einsätze der Feldküche, die von Florian Stockinger und Manuel Brandstötter vorgestellt wurden, stießen auf reges Interesse. Otto Kitzmüller sprach über das beliebte „Essen auf Rädern“ in Helfenberg, und die neue Leiterin des Rotkreuz-Markts in Aigen-Schlägl, Susanne Laher, stellte sich den Anwesenden vor.
Auszeichnungen und Anerkennung
Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung von Verdienstmedaillen. Bezirkspolizeikommandantin Major Petra Schmied wurde die Medaille in Bronze verliehen. Auch Johann Märzinger, Karin Mandl und Brigitte Bühler durften sich über die Verdienstmedaille in Silber freuen. Major Schmied und Bezirksfeuerwehrkommandant Thomas Stockinger nutzten die Gelegenheit, um ihren Dank für die gute Zusammenarbeit zwischen den Einsatzorganisationen auszusprechen. Landtagsabgeordnete Gertraud Scheiblberger gratulierte den Ausgezeichneten und hob die immense Bedeutung der Arbeit des Roten Kreuzes hervor.
Die Digitalisierung ist nicht nur ein Thema in Rohrbach, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Landschaft der Hilfsorganisationen. Das zeigt sich auch im Werkraum Digitalisierung, einem neuen Austauschformat des DRK, das Anfang 2024 starten wird. Hier sollen bestehende Lösungen genutzt und nicht alles neu erfunden werden. Besonders spannend wird der Themenschwerpunkt „künstliche Intelligenz“ sein, der sicherlich einige innovative Ansätze hervorbringen wird.
Digitalisierung im Einsatzdienst
Das Interesse an digitaler Unterstützung ist in Zeiten von Krisen mehr denn je gefragt. Bei einer Fachtagung des Münchner Roten Kreuzes trafen sich mehr als 300 Führungskräfte, um über digitale Lösungen im Einsatzdienst zu diskutieren. Von selbst programmierten Apps zur Unterstützung von Einsatzleitern bis hin zu innovativen Anwendungen wie „Ivena“, die die digitale Patientenverteilung im Großschadensfall ermöglicht, zeigt sich, wie wichtig der Einsatz modernster Technologien ist.
Die vielfältigen Einsatzgebiete des Roten Kreuzes und die gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen sind der Schlüssel zu einer effektiven und zuverlässigen Hilfe. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Digitalisierung im Rettungsdienst weiterentwickeln wird und welche neuen Möglichkeiten sich daraus ergeben. Die Anwesenden der Bezirksstellenversammlung konnten sich bereits jetzt auf die kommenden Herausforderungen einstellen und mit frischem Elan an ihren Aufgaben arbeiten.
