Heute ist der 27.05.2026 und das Freibad in St. Martin erstrahlt nach einer umfassenden Sanierung, die mit einem stolzen Betrag von 400.000 Euro zu Buche schlug. Im Rahmen des Katz-und-Maus-Laufs der Sportunion St. Martin fand ein Tag der offenen Tür statt, bei dem die Besucher die Gelegenheit hatten, das frisch renovierte Freibad zu erkunden und einen Blick in den neu sanierten Technikraum zu werfen. Das Freibad war an diesem Tag mit kostenlosem Eintritt für alle zugänglich, und die Schautafeln boten interessante Informationen über die durchgeführten Maßnahmen und die Technik dahinter.

Die Sanierung brachte einige wesentliche Verbesserungen mit sich. Besonders hervorzuheben sind die frequenzgesteuerten Pumpen, die für eine spürbare Energieeinsparung sorgen. Auch die neue Hybrid-Anlage zur Erwärmung des Wassers und zur Stromerzeugung wird nicht nur die Betriebskosten senken, sondern erleichtert auch die Bedienung für die Mitarbeiter. Fernzugriffe auf die Technik sind jetzt möglich, was die Effizienz weiter steigert. Ein Fotorückblick zeigte anschaulich, welche Arbeiten in den letzten Monaten durchgeführt wurden. Das Freibad-Gewinnspiel stieß zudem auf großes Interesse bei den Besuchern.

Ein Blick über die Grenzen: Freibäder im Vergleich

Die Situation im Freibad St. Martin ist jedoch nicht die einzige, die für Gesprächsstoff sorgt. Ein Blick nach Griesheim zeigt, dass dort ein Freibad für rund vier Millionen Euro saniert wurde – allerdings mit ganz anderen Herausforderungen. Die Sanierungsarbeiten zogen sich über drei Jahre hin, und die Freibadsaison beginnt erst am 14. Juni. Diese späte Öffnung hat ihre Gründe: Bürgermeister Geza Krebs-Wetzl betont, dass damit Energie gespart werden soll, da das Freibad und das Hallenbad gleichzeitig betrieben werden. Dabei wird das Wasser mit Erdgas erwärmt, was bekanntlich sehr energieintensiv ist.
Komischerweise war das Wetter in den letzten Jahren in den letzten Maiwochen oft zu kühl, um viele Besucher anzulocken. Trotz der aufwendigen Sanierung bleibt die Nutzung des Freibads in Griesheim für die Bürger eingeschränkt.

Ein weiterer Punkt der Kritik: Obwohl der Bund 250.000 Euro an Fördermitteln für die Installation von Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen bereitgestellt hatte, ließ die Stadt diese Mittel verfallen. Hohe Kosten und bauliche Voraussetzungen verhinderten die Installation der Solartechnik. Eine neue Dachkonstruktion für die Solaranlage hätte mindestens 1,6 Millionen Euro gekostet. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss, die Errichtung einer Solarthermie-Anlage vorerst zu verschieben, was von der Grünen Fraktion scharf kritisiert wurde.

Die Unterschiede zwischen den Freibädern in St. Martin und Griesheim könnten nicht größer sein. Während St. Martin mit einer modernen Technik überzeugt, bleibt Griesheim hinter den Möglichkeiten zurück. Vielleicht ist es auch ein Zeichen für den Umgang mit öffentlichen Geldern und der Verantwortung, die Kommunen in der heutigen Zeit tragen müssen.

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