Heute ist der 20.04.2026 und in der Welt der Automobiltechnik tut sich einiges. Besonders im Fokus steht das «Full Self-Driving»-System (FSD) von Tesla, das kürzlich in den Niederlanden erstmals in Europa zugelassen wurde. Während in der Schweiz bereits Testfahrzeuge mit FSD unterwegs sind, wird das System als assistiertes Fahren (Level 2) klassifiziert. Das bedeutet, dass es zwar hoch-assistiertes Fahren ermöglicht, der Fahrer jedoch weiterhin aktiv eingreifen muss, beispielsweise beim Bremsen oder Spurwechsel. Tesla hebt hervor, dass autonomes Fahren, wie es oft missverstanden wird, nicht möglich ist und der Fahrer während des Betriebs rechtlich verantwortlich bleibt. Interessanterweise hat Tesla die Bezeichnung «Autopilot» aus seiner Benutzeroberfläche und dem Marketing entfernt und spricht nun offiziell von «FSD (Supervised)», um klarzustellen, dass das System kein autonomes Fahren bietet. Laut Tesla soll das FSD-System Kollisionen pro gefahrenen Kilometer bis zu siebenmal unwahrscheinlicher machen als manuelles Fahren. Es nutzt dazu externe Kameras und künstliche Intelligenz zur Navigation im Verkehr.
In der Schweiz sind seit dem 1. März 2025 automatisierte Fahrten mit Level 3 für bestimmte Szenarien zugelassen, darunter Autobahnpilot und autonomes Parken. Dabei geht der in der Schweiz zugelassene Level 3 sogar über das Angebot von Tesla hinaus. Dennoch verkauft derzeit kein Fahrzeughersteller in der Schweiz Autos mit installiertem Level 3-System, was auf hohe Kosten und geringes Kundeninteresse zurückzuführen ist.
Erfahrungen mit FSD Version 14
Ein Blick auf die neueste Version des Systems, FSD v14, zeigt, dass es sich um eine inkrementelle Verbesserung des fortschrittlichen Fahrerassistenzsystems handelt. Der Autor eines Berichts über FSD v14 hat über 200 km in einem neuen Model 3 mit der Hardware-Version 4 (HW4) getestet. Zuvor hatte er FSD v12 in einem Model 3 mit HW3 genutzt. Während der Testphase war FSD v12 in etwa 80% der Fahrten aktiv, hauptsächlich auf Autobahnen. Es wird betont, dass der Fahrer stets aufmerksam bleiben und bereit sein muss, die Kontrolle zu übernehmen.
FSD v14 bietet neue Punkt-zu-Punkt-Funktionen, die das Fahren von Parkplatz zu Parkplatz unter Aufsicht des Fahrers ermöglichen. Der Autor berichtet von flüssigeren Bewegungen beim Beschleunigen und Verzögern und zieht den „Hurry“-Modus vor, um über dem Tempolimit zu fahren, ohne ein Bußgeld zu riskieren. Dennoch gab es während der Testfahrt mehrere Eingriffe und zwei Deaktivierungen, jedoch ohne sicherheitsrelevante Vorfälle. Kritisiert wird, dass FSD v14 nicht das versprochene unüberwachte Fahren bietet und einige Funktionen aus der vorherigen Version entfernt wurden. Dies wirft Fragen auf, ob Fahrzeuge mit HW3 überhaupt das versprochene unüberwachte Fahren erreichen werden.
Ausblick auf die Zukunft des Fahrens
Insgesamt wird FSD v14 als „feature complete“ beschrieben, kann jedoch nicht zuverlässig ohne menschliche Aufsicht fahren. Die Erwartungen an diese Version wurden nicht vollständig erfüllt, und es mangelt an der notwendigen Redundanz für unüberwachtes Fahren. Der Fortschritt in der Technologie des autonomen Fahrens bleibt daher weiterhin spannend, auch wenn die Realität derzeit noch hinter den Versprechungen zurückbleibt.
Für weitere Informationen zu diesem Thema und den neuesten Entwicklungen im Bereich des autonomen Fahrens besuchen Sie bitte die Artikel auf watson.ch und electrek.co.