Am 14. Mai hat die Gemeinde Haslach einen schmerzlichen Verlust erlitten. Malermeister Günther Mager ist im Alter von nur 50 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Er hinterlässt seine Frau Tina und die Tochter Luisa, die nun ohne ihren geliebten Vater zurückbleiben müssen. Bürgermeister Dominik Reisinger drückte seine Trauer über den Verlust aus und würdigte Mager als einen engagierten Unternehmer und liebenswerten Menschen. In der Marktgemeinde Haslach war Mager nicht nur als Malermeister aktiv, sondern auch als Ersatzgemeinderat und Mitglied im Haslacher Wirtschaftsverein „Haslach aktiv“.
Mager legte 2012 die Meisterprüfung ab und wagte im Jahr 2013 den Schritt in die Selbstständigkeit. Seinen Betrieb gründete er in Atzbach und zog 2014 nach Haslach um. Besonders hervorzuheben ist seine Spezialisierung auf ökologische Materialien und nachhaltiges Bauen. Er setzte sich für die Vorteile natürlicher Wandmaterialien wie Lehm, Kalk, Silikat und Kasein ein. Mager lebte mit seiner Familie einen ökologischen Lebensstil, der biologisch angebaute Lebensmittel und einen eigenen Gemüsegarten umfasste.
Ein letzter Abschied
Die Verabschiedungsfeier für Günther Mager findet am 29. Mai um 10 Uhr in der Feuerbestattung OÖ in St. Marienkirchen an der Polsenz statt. Seine letzte Ruhe wird er am Friedhof in Haslach finden. Es ist ein Moment, der für viele Menschen in der Umgebung von großer Bedeutung ist, denn Mager hat nicht nur durch seine berufliche Arbeit, sondern auch durch sein Engagement in der Gemeinde Spuren hinterlassen.
In Zeiten, in denen immer mehr Menschen über nachhaltige Bestattungsformen nachdenken, ist es interessant zu sehen, wie diese Überlegungen auch in die Trauerfeierlichkeiten einfließen können. Das zunehmende Umweltbewusstsein führt dazu, dass viele Menschen nach einem naturnahen Abschied suchen. Sie möchten, dass ihre letzte Ruhestätte im Einklang mit der Natur steht und einen positiven Beitrag zur Umwelt leistet. Kleine Entscheidungen, wie die Wahl des Sargmaterials oder der Blumenschmuck, können dabei große Auswirkungen haben. Traditionelle Bestattungen sind oft mit einem hohen Ressourcenverbrauch und einer Vielzahl von Umweltbelastungen verbunden.
Alternativen wie baumbestattungen oder naturnahe Erdbestattungen gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Bei diesen Formen wird auf die Verwendung von chemischen Stoffen und Kunststoffen verzichtet, was der Natur zugutekommt. Auch die Trauerfeier selbst kann umweltbewusst gestaltet werden, ohne dass die Traditionen dabei verloren gehen. Regionale und saisonale Blumen, umweltfreundliche Kerzen und die Verwendung von recyceltem Papier sind nur einige der Möglichkeiten, um der Umwelt Rechnung zu tragen.
Die Trauer um Günther Mager wird sicherlich von vielen Menschen geteilt. Er hinterlässt nicht nur eine Familie, sondern auch eine Gemeinschaft, die ihn als wertvollen Teil ihres Lebens betrachtet hat. Sein Engagement für die Umwelt und die nachhaltige Lebensweise werden in Erinnerung bleiben und vielleicht auch andere inspirieren, bewusstere Entscheidungen zu treffen. In dieser schweren Zeit wird es wichtig sein, den ökologischen Gedanken weiterzutragen – in Gedenken an einen Mann, der für seine Werte lebte.
