Heute, am 12. Mai 2026, wird der Welttag der Pflege gefeiert. In Oberösterreich steht dieser Tag ganz im Zeichen der Pflegeberufe, die unermüdlich daran arbeiten, die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Die Oberösterreichische Gesundheitsholding (OÖG) rückt den Pflegeberuf ins Rampenlicht. Mit über 17.000 MitarbeiterInnen, von denen fast 8.800 in der Pflege tätig sind, stellt die Pflege die größte Berufsgruppe innerhalb der OÖG dar. Diese engagierten Menschen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen in Oberösterreich.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Intensivpflege, die von Johanna Höller, der Pflegeleitung der Intensivstation am Klinikum Rohrbach, geleitet wird. Höller bringt jahrelange Erfahrung mit und beschreibt die Intensivpflege als herausfordernd und verantwortungsvoll. Die Aufgaben sind vielfältig: Von der ganzheitlichen Betreuung über die komplexe Überwachung bis hin zum Umgang mit hochentwickelter Medizintechnik – die Pflegekräfte sind wahre Alleskönner. Höller selbst findet die Arbeit auf der Intensivstation nicht nur anspruchsvoll, sondern auch abwechslungsreich und spannend. Es ist ein Bereich, in dem jede Minute zählt und in dem die Fähigkeiten der Pflegekräfte auf die Probe gestellt werden.
Die Vielfalt der Pflegeberufe
Die Welt der Pflegeberufe ist nicht nur auf die Intensivpflege beschränkt. Laut Gesundheit.gv.at lassen sich die Gesundheits- und Krankenpflegeberufe in drei Hauptgruppen gliedern: die Pflegeassistenz (PA), die Pflegefachassistenz (PFA) und die diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen (DGKP). Jede dieser Gruppen hat ihre speziellen Aufgaben und Verantwortungsbereiche. Pflegeassistenten unterstützen beispielsweise bei der Körperpflege, der Mobilisation und der Nahrungsaufnahme, während Pflegefachassistenten zusätzliche Aufgaben wie die venöse Blutentnahme übernehmen können.
Die höchste Qualifikation im Pflegebereich stellt die DGKP dar. Diese Fachkräfte tragen die Verantwortung für den gesamten Pflegeprozess und koordinieren die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gesundheitsberufen. Ihre Ausbildung erfolgt in der Regel als Bachelorstudium an Fachhochschulen und dauert in der Regel sechs Semester. Ab 2024 wird die Ausbildung zur DGKP ausschließlich im Rahmen eines Bachelorstudiums angeboten, was die Qualität und Professionalität in der Pflege weiter steigern wird.
Engagement und Unterstützung durch das Rote Kreuz
Ein weiterer wichtiger Akteur in der Gesundheitsversorgung ist das Oberösterreichische Rote Kreuz. Mit mehr als 25.000 überwiegend freiwilligen MitarbeiterInnen leistet es jährlich 3,1 Millionen Stunden zur Versorgung der Bevölkerung. Die Tätigkeiten des Roten Kreuzes sind vielfältig und reichen vom Rettungsdienst über die Pflege bis hin zu sozialen Diensten. Diese enorme Einsatzbereitschaft ist ein Grundpfeiler der Gesundheitsversorgung in Oberösterreich und zeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist.
Doch die Herausforderungen in der Pflege sind nicht zu unterschätzen. Die Statistik der Betreuungs- und Pflegedienste, die auf dem Pflegefondsgesetz basiert, zeigt, dass die Pflege in Österreich strukturiert und organisiert ist. Sie umfasst verschiedene Bereiche der Langzeitpflege, die aus Mitteln der Sozialhilfe und Mindestsicherung finanziert werden. Dazu gehören mobile Betreuungsdienste, stationäre Pflegeeinrichtungen und vieles mehr. Ab 2024 wird auch die Hospiz- und Palliativversorgung von der Erhebung ausgeschlossen, was die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Anpassung der Pflegeangebote unterstreicht.
Die Pflegeberufe sind nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Sie verlangen Engagement, Empathie und Fachwissen. An einem Tag wie heute, dem Welttag der Pflege, wird deutlich, wie wichtig diese Berufe für die Gesellschaft sind. Die Menschen, die in der Pflege tätig sind, verdienen unsere Anerkennung und Wertschätzung für ihre unermüdlichen Bemühungen, das Leben anderer zu verbessern.