Vom 10. bis 12. Juli 2026 feierte die Musikkapelle St. Marienkirchen ein großartiges Bezirksmusikfest, das anlässlich ihres 120-jährigen Bestehens stattfand. Das Motto „Einfach Blasmusik erleben. Einfach Musifest feiern.“ zog rund 10.000 Besucherinnen und Besucher an, die in die Welt der Blasmusik eintauchen wollten. St. Marienkirchen verwandelte sich in ein pulsierendes Zentrum für Musikliebhaber und solche, die es werden wollten.

Der Auftakt des Festes war am Freitag, der mit einem Bezirksseniorenwandertag und einem Mittagstisch begann. Die Blaskapelle „Plechadrevo“ sorgte für die musikalische Umrahmung und brachte die Stimmung in Schwung. Am Abend wurde dann der Bieranstich vollzogen, gefolgt von einem Firmen- und Vereinsabend, der mehr als zehn Gastkapellen auf die Bühne brachte. Highlight des Abends war die BRASS NIGHT, bei der die Gruppen „So & So“ und „Sound Gurus“ das Festzelt zum Beben brachten. Der Eintritt zur BRASS NIGHT war sogar frei – was für ein tolles Angebot!

Ein Wochenende voller Musik

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Bläserjugend. Hier konnten die jungen Talente ihr Können zeigen, während ein feierliches Gesamtspiel der Jungmusikkapellen und die Marschwertung des OÖ Blasmusikverbandes stattfanden. In der Abendveranstaltung traten rund 26 weitere Gastkapellen auf, unter anderem die Blaskapelle Ceska, die den Festbesuchern ordentlich einheizte. Man konnte förmlich spüren, wie die Musik durch die Luft pulsierte, und die Begeisterung war in jedem Gesicht abzulesen.

Am Sonntag begann der Tag früh mit der Marschwertung der Musikkapellen – insgesamt 28 Kapellen gingen an den Start, darunter drei in den höchsten Leistungsklassen D1 und E. Die Showprogramme der abschließenden Kapellen begeisterten das Publikum und rundeten das Fest perfekt ab. Ein herzliches Dankeschön ging an die Musikkapelle St. Marienkirchen und die unermüdlichen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die dieses Ereignis erst möglich gemacht haben.

Ein Blick in die Zukunft der Blasmusik

Das nächste Bezirksmusikfest wird 2027 in Andorf stattfinden. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Tradition der Blasmusik weiterentwickeln wird. Diese Tradition, die im 19. Jahrhundert aus den Regimentskapellen der k.u.k. Infanterieregimenter entstand, ist mehr als nur Musik. Sie ist ein integraler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Stadt und Land und fördert soziale Inklusion und Demokratie. Über 140.000 Blasmusikerinnen in 2.185 Musikkapellen und 1.276 Jugendorchestern halten diese Tradition lebendig.

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Die Klang- und Spieltradition wird durch spezifisches Repertoire, Aufstellung und lokal geprägte Bekleidung geprägt. Das ist nicht nur ein Fest für die Ohren, sondern auch für die Augen. Die Musikerinnen sind in Verbänden auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene organisiert, und die Teilnahme steht allen Interessierten offen. Herausforderungen wie demografische Veränderungen und geändertes Freizeitverhalten werden aktiv angegangen, um die Blasmusik für die kommenden Generationen zu bewahren.

Für alle, die die Atmosphäre und die Gemeinschaft der Blasmusik leben möchten, war das Bezirksmusikfest in St. Marienkirchen das perfekte Event. Man muss einfach nur die Freude und den Enthusiasmus spüren, die in der Luft lagen, während die Musikkapellen ihre Klänge verkündeten. Wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja 2027 in Andorf wieder – das wäre doch ein schöner Plan!

Mehr Informationen über das Fest und die Blasmusik in Österreich finden Sie in diesem Artikel und auf HT1.

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