Heute, am 11.07.2026, fanden sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Schärding auf ihrem Schulgelände ein, um beim spannenden Projekt „GemüseAckerdemie“ tatkräftig mit anzupacken. Die Idee ist einfach und genial: Gemüsebeete werden angelegt und die Kinder lernen, wie man Karotten, Salate und Tomaten anbaut. Das Besondere daran? Die Initiative wird von der Sparkasse OÖ unterstützt, die damit auch ihr Engagement für nachhaltige Bildungsprojekte unter Beweis stellt. Ein echter Gewinn für alle Beteiligten!

Die Schüler haben die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Gemüseanbau zu sammeln, was nicht nur ihre Wertschätzung für Lebensmittel steigert, sondern auch ein Bewusstsein für gesunde Ernährung fördert. Christoph Musik, der Gründer von Acker Österreich, hebt hervor, wie wichtig es ist, dass die Jugendlichen selbst erleben, welche Herausforderungen mit dem Anbau von Lebensmitteln verbunden sind. Martin Doblinger, stellvertretender Marktbereichsleiter der Sparkasse OÖ West & Bayern, betont zudem, dass gerade in Zeiten des Klimawandels ein starkes Bewusstsein für Lebensmittel und Ernährung bei jungen Menschen notwendig ist.

Praktisches Lernen im Schulgarten

Das Konzept der GemüseAckerdemie geht jedoch weit über das bloße Pflanzen hinaus. Es vermittelt den Schülern die Zusammenhänge in der Lebensmittelproduktion und lehrt sie, woher ihre Nahrung kommt. Viele Kinder haben heutzutage kaum Erfahrung mit der Natur. Oft wissen sie nicht, wie Gemüse wächst und woher es stammt. Schulgärten sind hier ein wahrer Schatz – sie bieten einen naturnahen Lernort, der es den Kindern ermöglicht, nicht nur den Anbau von etwa 30 verschiedenen Gemüsearten zu erlernen, sondern auch über Lieferketten und natürliche Prozesse Bescheid zu wissen. Das ist wichtig, denn laut einer Studie werden weltweit rund ein Drittel aller Lebensmittel weggeworfen, wobei über 40 Prozent davon Obst und Gemüse sind.

Ein weiterer Aspekt, den die GemüseAckerdemie fördert, sind die BNE-Kompetenzen – Bildung für nachhaltige Entwicklung. Hierbei lernen die Schüler, Verantwortung zu übernehmen und an Entscheidungen teilzuhaben. Diese Fähigkeiten sind unerlässlich für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft. Zudem erhalten Lehrkräfte Unterstützung durch Schulungen und Materialien, die ihnen helfen, den Schulgarten auch ohne gärtnerisches Vorwissen zu gestalten.

Ein Blick über die Grenzen hinaus

Es ist spannend zu sehen, wie wichtig solche Projekte nicht nur in Österreich sind, sondern auch weltweit. Beispielsweise arbeitet KWS mit der Organisation STÄDTE OHNE HUNGER e.V. in Brasilien zusammen, um Kindern in São Paulo den Zugang zu gesunder Ernährung und praktischer Bildung zu ermöglichen. Hier wurden in zehn öffentlichen Schulen Schulgärten eingerichtet, die rund 5.000 Schülern zugutekommen. Diese Gärten leisten einen wertvollen Beitrag dazu, dass die Schüler lernen, woher ihre Nahrungsmittel kommen und welche Nährstoffe sie enthalten. Oft stellt das geerntete Obst und Gemüse die einzige nahrhafte Mahlzeit des Tages dar.

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Ob in Schärding oder São Paulo – die Wichtigkeit von Schulgärten und Projekten wie der GemüseAckerdemie ist nicht zu unterschätzen. Sie fördern das Verständnis für Lebensmittelherkunft und Produktionsprozesse und tragen dazu bei, dass Kinder und Jugendliche ein achtsames Verhältnis zur Natur entwickeln – ein entscheidender Schritt für eine nachhaltige Zukunft.

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