Betrunkener Bergsteiger gerät in Not – Bergrettung verhindert Schlimmeres
Heute ist der 5.07.2026 und der Bezirk Vöcklabruck hat wieder einmal von einem unerfreulichen, aber glücklicherweise glimpflich verlaufenden Vorfall in den Bergen gehört. Am 04. Juli, um 20:45 Uhr, alarmierte ein 50-jähriger Bergsteiger die Bergrettung, nachdem er auf dem Gipfel der Drachenwand auf einen in Not geratenen Mann stieß. Der 57-Jährige aus dem Bezirk Bludenz war offensichtlich betrunken und ohne die nötige Ausrüstung unterwegs. Über den Klettersteig war er aufgestiegen und zeigte bereits deutliche Ausfallerscheinungen. Er war im Gipfelbereich unsicher und offenbar nicht mehr in der Lage, eigenständig abzusteigen.
Der aufmerksame 50-Jährige sprach den Mann an. Dieser gestand, vor der Tour mehrere Bier konsumiert zu haben. Eine gefährliche Kombination, wenn man sich in den Bergen bewegt! Um einen möglichen Unfall zu verhindern, half der 50-Jährige dem Betrunkenen beim Abstieg in Richtung Forststraße. Parallel dazu wurde die Bergrettung Mondsee informiert, die um 21:30 Uhr am Einsatzort eintraf. Glücklicherweise konnte der 57-Jährige sicher ins Tal transportiert werden und blieb unverletzt.
Ein riskantes Abenteuer
Der Betrunkene hatte seine Tour um 4 Uhr morgens begonnen und sich auf eine anspruchsvolle Route begeben. Dabei hatte er bereits mehrere herausfordernde Touren hinter sich, darunter den Brennerriesensteig im Höllengebirge und den Mahdlgupf-Klettersteig. Vor der letzten Herausforderung, dem Drachenwand-Klettersteig, kehrte er in St. Lorenz ein. Es ist kaum zu fassen, wie jemand in einem solchen Zustand solch ambitionierte Touren in Angriff nehmen kann.
Wie es scheint, ist dies nicht der erste Vorfall dieser Art. Auch in der Nähe des Wolfgangsees musste ein betrunkener Mann gerettet werden, der ebenfalls nicht mehr in der Lage war, selbstständig abzusteigen. Solche Situationen sind nicht nur für die Betroffenen gefährlich, sondern auch für die Rettungskräfte, die ihr Leben riskieren, um andere zu helfen. Es ist ein schmaler Grat zwischen Abenteuerlust und Fahrlässigkeit, der hier beschritten wird.
Rettungskräfte im Einsatz
Die Bergrettung ist immer bereit, wenn Menschen in Not geraten. In diesem Fall zeigte sich einmal mehr, wie wichtig es ist, die eigenen Grenzen zu kennen und verantwortungsbewusst zu handeln. Ein wenig Respekt vor der Natur und den eigenen Fähigkeiten kann viele gefährliche Situationen vermeiden. Auch wenn der 57-Jährige letztlich unverletzt blieb, hätte das Ganze auch ganz anders ausgehen können. Die Schönheit der Berge sollte nicht mit Leichtsinn gefährdet werden.
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