Am 28. Mai 2026 wird das Offene Kulturhaus Vöcklabruck zum Schauplatz einer besonderen Lesung. Der österreichische Autor Elias Hirschl, geboren 1994 in Wien, wird sein neuestes Werk „Schleifen“ präsentieren. Der Einlass beginnt um 18:30 Uhr, während die Lesung um 19:00 Uhr startet. Die Tickets kosten 10 € im Vorverkauf und 12 € an der Abendkasse. Wer sich für die Macht der Sprache interessiert, sollte sich diesen Termin auf keinen Fall entgehen lassen.
Elias Hirschl ist kein Unbekannter in der Literaturszene. Mit seinen vorherigen Romanen „Salonfähig“ (2021) und „Content“ (2024) hat er bereits für Aufsehen gesorgt. Sein neues Buch, das im Februar 2026 bei Zsolnay erschienen ist, thematisiert die Faszination und Obsession rund um die Sprache. Die Geschichte dreht sich um Franziska Denk, die in den 1930er-Jahren in Wien aufwächst und an einer Krankheit leidet, die sie besonders empfindlich gegenüber Sprache macht. In ihrem Streben nach der perfekten Sprache begegnet sie dem Mathematiker Otto Mandl, und gemeinsam forschen sie nach einer Universalsprache. Kritiker haben den Roman als „mindestens fünfdimensionales, psychedelisches Wahnsinnswerk“ beschrieben, was die Neugier auf das Buch nur noch steigert.
Einblicke in „Schleifen“
Die Handlung von „Schleifen“ ist nicht nur spannend, sondern auch tiefgründig. Franziska Denk leidet unter einer ausgeprägten Sprachempfindlichkeit, die sich zu einer Krankheit entwickelt. Dies führt dazu, dass sie die Realität durch die Linse ihrer Sprachwahrnehmung beschreibt und umformt. Hirschl nutzt in seinem Roman postmoderne Techniken wie intertextuelle Verweise und Fußnoten, um die Komplexität seiner Themen zu verdeutlichen. Der erste Satz des Romans lautet: „Franziska Denk hatte die Pest.“ Dies gibt bereits einen ersten Einblick in die düstere, doch faszinierende Welt, die der Leser erwarten kann.
Die Beziehung zwischen Franziska und Otto Mandl ist von zentraler Bedeutung. Gemeinsam träumen sie von der Gründung eines „Instituts für angewandte Sprachforschung“ in Berlin, wo sie eine Universalsprache schaffen wollen. Die Verbindung zu historischen Elementen, wie dem Wiener Kreis, der von 1924 bis 1936 aktiv war, verleiht dem Roman zusätzlich eine tiefere Dimension. Die Ermordung von Moritz Schlick 1936 wird ebenfalls thematisiert und zeigt die Schattenseiten der Wissenschaft in dieser Zeit.
Kritik und Rezeption
Kritiker haben bereits große Erwartungen an Hirschls Roman. Die NZZ bezeichnet ihn als „sperrige Antithese zum modernen Erfolgsschriftsteller“. Das Blog Bookster HRO hebt hervor, dass je tiefer Hirschl in die Absurditäten der Sprachwissenschaften abtaucht, desto interessanter und auch witziger die Geschichte wird. Themen wie Radikalisierung, Gewaltbereitschaft und defizitäre zwischenmenschliche Kommunikation werden behandelt, was den Roman besonders relevant für die Gegenwart macht.
Wer also auf der Suche nach einem literarischen Erlebnis ist, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt, sollte sich die Lesung mit Elias Hirschl im OKH nicht entgehen lassen. Tickets sind sowohl online als auch bei der Buchhandlung Neudorfer erhältlich. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich auf der Website des OKH: www.okh.or.at/programm.
Für alle, die sich für die Beziehung zwischen Sprache und Realität interessieren, bietet „Schleifen“ einen tiefen Einblick in die Komplexität der menschlichen Kommunikation. Es wird spannend sein zu sehen, wie die Zuhörer auf die Lesung reagieren – ein Erlebnis, das man in Vöcklabruck nicht verpassen sollte!