Heute ist der 24. Mai 2026 und in Ungarn, genauer gesagt im Hotel Gottwald in Tata, findet ein ganz besonderes Ereignis statt. Der renommierte Mundmaler Paulus Ploier, der aus Strass im Attergau stammt, leitet einen internationalen Workshop, der von der VDMFK (Vereinigung der mund- und fußmalenden Künstler in aller Welt e. V.) organisiert wird. Vom 24. bis 30. Mai versammeln sich 15 Künstlerinnen und Künstler aus sieben Nationen, um sich dem Thema „Licht und Schatten“ zu widmen.

Paulus Ploier ist kein Unbekannter in der Kunstszene. Seine autodidaktische Mundmalerei drückt Leben und Gefühle aus, und das Publikum ist immer wieder fasziniert von seinen Werken. Sogar die Qualität seiner Bilder lässt kaum erahnen, dass er seit einem tragischen Unfall im Jahr 1984 querschnittsgelähmt ist. Damals, als er durch einen Sprung in flaches Wasser verletzt wurde, hätte niemand gedacht, dass er einmal als bedeutender Künstler anerkannt werden würde. Im Rehabilitationszentrum entdeckte er seine kreative Fähigkeit und erlernte die Mundmalerei in einer ersten Phase selbstständig. Später, von 1987 bis 1990, nahm er auch Kunst- und Malunterricht.

Kreative Entfaltung und Vernetzung

Die Workshops, die Paulus Ploier leitet, bieten nicht nur eine Plattform für kreatives Schaffen, sondern auch für den Austausch unter Künstlern. Tägliche Malworkshops und ein besonderes „Dark Night Painting“ am Abend sorgen für eine inspirierende Atmosphäre. Kulturelle Ausflüge in die Umgebung und ein festlicher Galaabend runden das Programm ab. Diese Verbindung zur Region ist nicht zufällig; Paulus Ploier pflegt eine langjährige Freundschaft mit dem Hotelbesitzer Sándor Gottwald und dessen Söhnen Szilárd und Zoltán.

Zu den hochkarätigen Gästen des Workshops zählt auch Tom Yendell, der Präsident der VDMFK aus dem Vereinigten Königreich, sowie Florian und Philipp Stegmann, Sohn und Enkel des VDMFK-Gründers Arnulf Erich Stegmann. Bence Malatinszky, ein Verleger aus Ungarn, ist ebenfalls vor Ort. Es ist eine wirklich besondere Gelegenheit für die Teilnehmer, sich mit solch erfahrenen Persönlichkeiten auszutauschen.

Ein Blick auf Paulus Ploiers Werdegang

Die Geschichte von Paulus Ploier ist inspirierend. Nach seinem Unfall und der damit verbundenen Einschränkung entdeckte er seine Leidenschaft für die Malerei. Im Jahr 1994 wurde er assoziiertes Mitglied der VDMFK und erlangte 1999 den Status eines Vollmitglieds. Seine bevorzugten Motive sind Landschaften und Blumenstillleben, und seine stilistischen Vorlieben zeigen sich in leicht getuschten Farbskizzen. Trotz seiner Behinderung sind seine Arbeiten von hoher Qualität und haben ihm zahlreiche Erfolge und Medienaufmerksamkeit eingebracht.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Und nicht nur das: Anfang 2023 wurde Paulus Ploier sogar zum Protagonisten eines Kurzfilms, der von einer Gruppe von Volontären der Produzentenallianz Initiative für Qualifikation (PAIQ) produziert wurde. Der Film mit dem Titel „(un)sichtbar – inclusive arts“ thematisiert die Wahrnehmung von Kunstschaffenden mit Beeinträchtigung und ist auf dem Youtube-Kanal des MFK Verlags zu finden.

Paulus Ploiers Engagement für die Kunst und seine bemerkenswerte Lebensgeschichte machen ihn zu einem herausragenden Botschafter für die mund- und fußmalende Kunst. Sein Workshop in Ungarn ist nicht nur eine kreative Entfaltung, sondern auch ein bedeutendes Ereignis für die internationale Kunstgemeinschaft. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Kunstwerke und Inspirationen aus diesem kreativen Austausch hervorgehen werden.