Seniorenbund Vöcklabruck erkundet die Pfahlbauten am Mondsee
Am vergangenen Wochenende unternahm der Seniorenbund Vöcklabruck einen spannenden Ausflug in die malerische Umgebung des Mondsees und der Zeller Ache. 52 Mitglieder nahmen an dieser Entdeckungsreise teil, die von der engagierten Sonja Naglseder geleitet wurde. Ein besonderes Highlight war die Schifffahrt mit der MS Mondseeland, während der die Teilnehmer den atemberaubenden Ausblick auf die umliegende Bergwelt genießen konnten. Drachenwand, Mondseeberg, Schober und Kolomannsberg – solche Ausblicke lassen das Herz höher schlagen!
Die prähistorische Pfahlbausiedlung am Mondsee, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, stellte einen zentralen Punkt des Ausflugs dar. Diese faszinierenden Überreste, die bis zu 5000 Jahre alt sind, geben uns einen einmaligen Einblick in das Leben der Menschen in der Jungsteinzeit und Bronzezeit. Die Siedlung wird sogar Teil der KulturEXPO 2027 sein, was die Bedeutung dieser Stätte unterstreicht. Die Teilnehmer erfuhren, dass diese Pfahlbauten nicht nur in Österreich, sondern auch in vielen anderen Ländern als bedeutendes Erbe gelten. Es ist beeindruckend zu denken, dass viele der Funde im Wasser verborgen sind und so über Jahrtausende hinweg geschützt blieben.
Ein Stück Geschichte erleben
Nach der Schifffahrt führte eine Wanderung entlang der Zeller Ache zur Erlachmühle, die seit 1416 besteht. Hier stellte die Juniorchefin und Müllermeisterin Antonia Wieneroither den Familienbetrieb vor. Die Kombination aus Getreidemühle, Landwirtschaft, Bäckerei und Jausenstation macht die Erlachmühle zu einem echten Geheimtipp! Die Teilnehmer konnten die frischen, regionalen Produkte kosten und sich bei regionalen Schmankerln in gemütlicher Runde stärken.
Die Entdeckung der ersten Pfahlbauten im 19. Jahrhundert hatte damals ein regelrechtes „Pfahlbaufieber“ in Europa ausgelöst. Auch wenn die Methoden zur Bergung des Fundmaterials damals oft fragwürdig waren, hat die heutige Forschung die Möglichkeit eröffnet, aus kleinsten Überresten viel über das Leben in der Urgeschichte zu lernen. Viele Funde aus den österreichischen Pfahlbauten sind mittlerweile in Sammlungen im ganzen Land verteilt, einige davon sogar in Ausstellungen, während andere für weitere Untersuchungen in Depots lagern.
Einblicke in die Urgeschichte
Archäologische Überreste der Pfahlbauten sind nicht nur in Österreich von Bedeutung; sie sind das einzige Welterbe in unserem Land, das sich unter Wasser befindet. Diese besonderen Bedingungen haben zur Konservierung organischer Materialien beigetragen, die uns wertvolle Einblicke in das Leben der damaligen Bewohner geben. Fundstücke wie Holzfragmente, Textilien und sogar Knochen können datiert werden, und die Ergebnisse zeigen interessante Handelsrouten im Alpenraum auf. Wer hätte gedacht, dass Muscheln, Gold, Keramik und Bernstein so bedeutend waren?
Die Siedlung rund um den Mondsee entstand gegen Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. und zeigt Handelskontakte mit Bayern und Norditalien. Zudem gibt es in Österreich insgesamt fünf Fundstellen dieser Art, insbesondere im Attersee, Mondsee und Keutschacher See. Die älteste Fundstätte findet sich im Keutschacher See und datiert ins 4. Jahrtausend v. Chr. – das ist wirklich beeindruckend!
Der Ausflug des Seniorenbundes war nicht nur eine Gelegenheit, die Schönheit der Natur zu genießen, sondern auch ein kleines Stück Geschichte hautnah zu erleben. Die Kombination aus Bewegung, gutem Essen und Wissenswertem über unsere Vorfahren macht solche Veranstaltungen für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Ein modernes Nachrichtenportal muss für alle Menschen zugänglich sein. Deshalb haben wir unser Magazin mit VeloCore konsequent nach WCAG 2.1 und BITV 2.0 entwickelt - die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom und VeloCore.
