Am 20. Juni wurde im Vorstandwirt in St. Veit eine ganz besondere CD präsentiert: „Oh du Hoamat, schöns Mühlviertel“. Diese Sammlung umfasst Lieder von der verstorbenen Liedermacherin und Mundartdichterin Hedwig Haudum, die von 1920 bis 1990 lebte. Bei der Veranstaltung waren zahlreiche Besucher anwesend, die sich von der musikalischen Gestaltung durch das Gesangsquartett Haudum-Ganglberger begeistern ließen. Mit dabei waren Petra Schartner (Sopran), Roswitha Schano (Alt), Konrad Ganglberger (Tenor und Gitarre) und David Clemens Haudum (Bass und Akkordeon).

Besonders schön war die Mitwirkung des Kirchenchors St. Veit sowie eines Bläser-Ensembles aus Bad Leonfelden. Dr. Franz Gumpenberger führte durch das Programm und hob die Bedeutung von Haudums musikalischem Schaffen hervor. Diese Komponistin hat über 100 Volkslieder in Mühlviertler Mundart in den letzten zwei Jahrzehnten ihres Lebens verfasst, und ihre Werke sind eine wahre Schatztruhe für die Heimatverbundenheit, das Brauchtum und die regionale Kultur.

Ein kulturelles Erbe bewahren

Die neue CD enthält 32 ausgewählte Lieder, die traditionell und bodenständig neu eingespielt wurden. Das Ziel des Projekts ist klar: das kulturelle Erbe von Hedwig Haudum lebendig zu halten und das regionale Liedgut zu fördern. Vor zehn Jahren wurde bereits ein Liederbuch mit rund 60 ihrer Kompositionen veröffentlicht. Man kann sagen, dass die neuen Aufnahmen einen authentischen Klang bieten – die Lieder wurden mit zwei bis vier Singstimmen, Akkordeon und Gitarre eingespielt.

Hedwig Haudum wurde in Vorderweißenbach geboren und fand ihre letzte Ruhe in St. Veit. Ihre Lieder sind nicht einfach nur Musik; sie sind ein Stück Heimat und tragen die Erinnerungen und Geschichten der Region in sich. Das Publikum zollte den Mitwirkenden am Ende der Veranstaltung mit lang anhaltendem Applaus Anerkennung. Es war spürbar, dass die Menschen nicht nur die Musik, sondern auch die Verbundenheit zur Heimat fühlten.

Kultur im Mühlviertel

Das Mühlviertel ist reich an kulturellen Einflüssen und Traditionen. Hier gibt es zahlreiche Kultureinrichtungen, die das Leben und die Lebensweisen der Bewohner näherbringen. Vom traditionellen Handwerk wie Imkerei und Färberei bis hin zu Fachmuseen zur Musikkunst – die Region hat viel zu bieten. Es ist nicht nur die Musik, die hier lebt; auch Handwerkskunst, wie in den Werkstätten für Keramik oder die Mechanische Klangfabrik, sind Teil der Mühlviertler Identität.

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Für Interessierte gibt es zahlreiche Museen, wie das Schlossmuseum in Freistadt oder das Puppenhausmuseum in St. Thomas am Blasenstein, die einen Einblick in die Kulturgeschichte der Region geben. Das Mühlviertel ist also nicht nur eine landschaftliche Schönheit, sondern auch ein Ort, wo die Traditionen und das kulturelle Erbe lebendig gehalten werden. Und genau das bringt auch die neue CD von Hedwig Haudum auf den Punkt – sie ist ein wichtiges Puzzlestück im großen Bild der regionalen Kultur.

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