Heute ist der 14.05.2026 und wir werfen einen Blick auf ein Thema, das nicht nur in Klagenfurt, sondern in ganz Kärnten viele Menschen betrifft: Osteoporose. Rund jede 20. Person in unserer Region leidet an dieser „stillen Krankheit“, bei der die Knochen an Dichte verlieren und dadurch leichter brechen. Oft bleibt die Erkrankung lange unentdeckt, da sie sich schleichend entwickelt. Es gibt kaum Frühsymptome, und viele Betroffene ahnen nicht einmal, dass sie betroffen sind, bis es zu einem schmerzhaften Knochenbruch kommt. Scheinbar harmlose Alltagssituationen, wie ein kleiner Stolperer, können fatale Folgen haben. Ein Oberschenkelhalsbruch zum Beispiel kann aus einem solchen Missgeschick resultieren.
Es gibt zwei Arten von Osteoporose: die primäre, die oft ohne zugrunde liegende Erkrankung auftritt, und die sekundäre, die durch andere Krankheiten oder bestimmte Medikamente wie Kortison verursacht wird. Besonders betroffen sind Frauen – zwei- bis dreimal häufiger als Männer – und das meist ab etwa 50 Jahren. Männer erkranken in der Regel später, zwischen 60 und 70 Jahren. Ein typisches Symptom ist ein auffälliger Rundrücken, der auf eine beginnende Osteoporose hindeuten kann.
Ursachen und Vorbeugung
Zu den häufigsten Ursachen zählen Bewegungsmangel sowie ein Mangel an Kalzium und Vitamin D. Diese Nährstoffe sind entscheidend für die Knochengesundheit. Um Osteoporose vorzubeugen, ist regelmäßige Bewegung unerlässlich. Kraft-, Ausdauer- und Balanceübungen sind hierbei besonders wichtig. Eine kalzium- und eiweißreiche Ernährung, kombiniert mit ausreichend Sonnenlicht – 15 bis 30 Minuten täglich – kann ebenfalls helfen, die Knochen stark und gesund zu halten. Zudem sollten Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum vermieden werden.
In Klagenfurt gibt es die osteologische Ambulanz im Klinikum, die auf die Abklärung und Behandlung von Osteoporose spezialisiert ist. Hier wird für jeden Patienten ein individueller Therapieplan erstellt, der auf persönlichen Befunden, Laborwerten und dem individuellen Risiko basiert. Das ist wichtig, denn jeder Mensch ist anders und benötigt eine maßgeschneiderte Herangehensweise an seine Gesundheit.
Aktuelle Entwicklungen in der Osteologie
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die geplante Aktualisierung der Leitlinien zur Osteoporose durch den DVO (Dachverband Osteologie). Diese Arbeiten werden von Dr. med. Friederike Thomasius aus Frankfurt am Main koordiniert. Die Kommission besteht aus zahlreichen Experten, die sich mit unterschiedlichsten Aspekten der Erkrankung befassen. Dazu gehören Fachrichtungen wie Orthopädie, Innere Medizin und Endokrinologie. Es wird spannend zu sehen, wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Behandlung und Prävention von Osteoporose auswirken werden.
Für viele Betroffene ist es wichtig zu wissen, dass sie nicht allein sind. Die Krankheit mag zwar oft unbemerkt bleiben, doch es gibt Unterstützung und eine Vielzahl an Möglichkeiten, aktiv etwas gegen Osteoporose zu tun. Die Gespräche mit den Spezialisten in der ambulanten Versorgung können entscheidend sein, um den eigenen Gesundheitszustand zu verbessern. Denn am Ende des Tages geht es darum, die Lebensqualität zu erhalten und auch im Alter aktiv und vital zu bleiben.