In Perg soll es künftig 26 neue Anlaufstellen für schöne Aussichten, besondere Geschichten und eine kurze Rast geben. Die Landjugend des Bezirks plant gemeinsam mit den 26 Gemeinden und den jeweiligen Grundeigentümern je einen „Lieblingsplatz“ pro Gemeinde.

Simon Diwold, Obmann der Bezirks-Landjugend, koordiniert das Vorhaben. Derzeit werden die Standorte ausgewählt. Gesucht sind Orte mit besonderem Charakter, schöner Aussicht oder einer besonderen Bedeutung für die Bevölkerung. Wenn möglich, sollen die Plätze in der Nähe eines Gasthauses oder einer anderen Einkehrmöglichkeit liegen – damit nach dem Aussichtspunkt auch noch ein Kaffee, eine Jause oder ein kühles Getränk drin ist.

Rahmen, Sitzplatz und QR-Code

Ausgestattet wird jeder Lieblingsplatz mit einem großen Bilderrahmen und einer Sitzgelegenheit. Ein QR-Code soll zu einer Internetseite führen, auf der Informationen über alle 26 Plätze zu finden sind. Das Angebot richtet sich an Einheimische ebenso wie an Gäste.

Die Landjugend will damit die Besonderheiten der Region sichtbar machen und die 26 Gemeinden miteinander verbinden. Auch regionale Gastronomiebetriebe könnten von zusätzlichen Besuchern profitieren, wenn aus dem kurzen Halt ein längerer Aufenthalt wird.

Projekt mit LEADER-Förderung

Umgesetzt wird das gemeindeübergreifende Projekt über das EU-Förderprogramm LEADER. Der Name steht für „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Dahinter steckt der Gedanke, dass die Menschen vor Ort am besten wissen, was für ihre Region wichtig ist.

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LEADER soll den ländlichen Raum stärken, die regionale Wirtschaft fördern und die Lebensqualität verbessern. Gefragt sind dabei der Innovationsgeist und das Engagement der Bevölkerung in den Regionen. Fördermöglichkeiten gibt es unter anderem für Kultur und Soziales, Landwirtschaft, Jugend und Bildung, Tourismus, Energie und Klimaschutz, Naturschutz sowie Wirtschaft.

Breiter Ansatz für den ländlichen Raum

LEADER ist eine von EU, Bund und Ländern kofinanzierte Fördermaßnahme für den ländlichen Raum. Der Ansatz ist sektorübergreifend: Förderfähig können neben Landwirtschaft und Forstwirtschaft auch Tourismus, Gewerbe, Kultur, Dorfentwicklung, Naturschutz und Bildung sein. Die 26 Lieblingsplätze passen damit in mehrere Bereiche zugleich – von Tourismus und Dorfentwicklung bis zur regionalen Wirtschaft.

Das Programm ist Bestandteil der „Ländlichen Entwicklung 2023–2027“ im Rahmen des GAP-Strategieplans. Seit dem 1. Juli 2023 sind in Oberösterreich 20 LEADER-Regionen vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft anerkannt.

Für geplante Projekte gilt ein fixer Ablauf: Vor einer Antragstellung muss die zuständige LEADER-Region kontaktiert werden. Ansprechpartner sind auf www.leader.at zu finden. Mit der Umsetzung darf frühestens nach der positiven Beurteilung durch das Projektauswahlgremium, kurz PAG, der jeweiligen LEADER-Region begonnen werden.