Der Bergkristall: Ein Blick in die Schatten der Geschichte
Heute ist der 28.09.2026, und während der Herbst in Perg Einzug hält, gibt es eine ganz besondere Gelegenheit, die man nicht verpassen sollte. Am 25. und 26. Oktober wird der NS-Stollen „Bergkristall“ für Besichtigungen geöffnet. Ein Ereignis, das nicht nur historisch, sondern auch emotional aufgeladen ist. Wer sich für die dunkle Vergangenheit Österreichs interessiert, sollte sich den Termin rot im Kalender anstreichen!
Die Führungen werden von erfahrenen Mitarbeitern der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und engagierten Aktivisten des Gedenkdienstkomitees Gusen geleitet. Dabei handelt es sich um ein unterirdisches Stollensystem, das einst von tausenden Häftlingen errichtet wurde, um die Rüstungsindustrie während des Nationalsozialismus zu unterstützen. Wer denkt, dass Geschichte langweilig ist, der irrt gewaltig. Hier gibt es Geschichten, die unter die Haut gehen und die man nicht vergisst.
Einblick in die Vergangenheit
Zu Beginn der Rundgänge gibt es eine Einführung, die sich mit der Verfolgungspolitik der Nationalsozialisten und dem KZ-System beschäftigt. Hier werden die Themen Profiteure der Zwangsarbeit sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen der Häftlinge behandelt. Das sind alles Aspekte, die uns auch heute noch betreffen. Diese Besichtigung ist nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, sondern auch eine wichtige Erinnerung an die Menschlichkeit und das, was wir nie wieder vergessen sollten.
Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch gibt es ein Mindestalter von 14 Jahren. Das spricht für sich – diese Thematik ist nicht für die Kleinsten geeignet. Wer teilnehmen möchte, muss sich allerdings vorher anmelden, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Das macht durchaus Sinn, denn so wird sichergestellt, dass jede*r die nötige Aufmerksamkeit und Information bekommt.
Praktische Hinweise für Besucher
Für alle, die sich für die Tour interessieren, hier ein kleiner Tipp: Zieht euch bitte entsprechend warm an und denkt an festes Schuhwerk! Die Temperaturen im Stollensystem sind nämlich nicht ohne. Man könnte fast sagen, es ist ein bisschen wie in einer großen, dunklen Kühltruhe – nicht gerade gemütlich, aber auf jeden Fall beeindruckend.
Wer sich anmelden möchte, kann dies ganz einfach per E-Mail tun: bergkristall@mauthausen-memorial.org. Einfach eine Nachricht schicken und sich einen Platz sichern. Die Vorfreude auf die Besichtigung wird sicher groß sein, denn es erwartet einen ein tiefgreifendes Erlebnis.
Das Stollensystem „Bergkristall“ ist ein Teil des KZ-Komplexes Mauthausen-Gusen und ein eindrucksvolles Zeugnis der Geschichte. In einer Zeit, in der wir oft vergessen, wie wichtig es ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, ist diese Besichtigung eine wertvolle Gelegenheit, um ins Gespräch zu kommen und das eigene Wissen zu erweitern. Also, auf geht’s – die Geschichte wartet!
