Personalsituation in Wels: KPÖ fordert bessere Betreuung in städtischen Horten
In Wels gibt es derzeit eine hitzige Diskussion um die Personalsituation in den städtischen Horten. Die KPÖ hat klare Forderungen aufgestellt, die auf die unzureichende Betreuungssituation in der Stadt aufmerksam machen. Auslöser hierfür ist vor allem die geplante Einsparung von etwa einer Million Euro im Jahr 2025, die laut KPÖ vor allem durch nicht nachbesetzte Stellen in den Horten resultiert. Dies führt nicht nur zu geschlossenen Einrichtungen wie dem Hort Pernau, sondern auch dazu, dass im Hort Wimpassing, dem größten Hort der Stadt, Gruppen nur doppelt statt dreifach besetzt sind. Das ist wirklich bedenklich!
Maximilian Friedl, der Bezirksvorsitzende der KPÖ, hat in diesem Zusammenhang deutlich gemacht, dass ein Park kein Kind betreut. Er kritisiert die Stadtverwaltung und insbesondere Bürgermeister Andreas Rabl, der mit einem operativen Überschuss von 24,7 Millionen Euro wirbt, während gleichzeitig in die Infrastruktur, wie etwa Parkplätze, investiert wird. Friedl betont, dass die Stadt über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, mit Rücklagen von knapp 90 Millionen Euro, um die Horte entsprechend auszustatten und zu besetzen.
Forderungen der KPÖ
Die KPÖ fordert konkret eine Nachbesetzung frei werdender Hortstellen sowie die Wiedereröffnung des Horts Pernau zum Schulstart im Herbst 2026. Auch die breitere Ausschreibung offener Stellen auf gängigen Jobportalen soll Teil eines Sofortprogramms für das Hortpersonal werden. Friedl hebt hervor, dass die Stadt bei der Personalsuche aktiver werden müsse und nicht nur auf der eigenen Website ausschreiben sollte – schließlich suchen viele Familien in Wels gerade jetzt, wo die Sommerferien am Samstag beginnen, dringend nach geeigneten Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder.
Besonders betroffen sind alleinerziehende Eltern, die oft vor der Herausforderung stehen, Urlaub und Kinderbetreuung gleichzeitig zu organisieren. Die OÖNachrichten hatten bereits am 3. Juli gefragt, ob die Stadt genug für die Bildung ihrer Kinder tut. Die Zahlen, die Gemeinderat Markus Faber (Grüne) am 6. Juli in einer Sitzung präsentierte, wurden von keiner Fraktion bestritten und verdeutlichen die Dringlichkeit der Problematik. Die Schließung des Horts Pernau und die besorgniserregende Situation im Hort Wimpassing, wo Assistenzkräfte oftmals die Gruppen führen, sind alarmierende Zeichen, die nicht ignoriert werden dürfen.
Investitionen und Kritik
Die Kritik an der Stadtverwaltung wird lauter. Während die Rücklagen der Stadt, die bei 90,5 Millionen Euro liegen, nicht angegriffen werden, wird gleichzeitig in andere Projekte investiert. Die Entscheidung, ein Grundstück für etwa 400 Parkplätze bei der Messe zu erwerben, sorgt für Unverständnis. Hier wird wieder einmal deutlich, dass die Prioritäten in der Stadtverwaltung nicht unbedingt mit den Bedürfnissen der Familien übereinstimmen. Die KPÖ macht klar, dass die Investitionen in Parkplätze nicht an erster Stelle stehen sollten – das Wohl der Kinder und die Qualität der Betreuung müssen Vorrang haben.
Es bleibt abzuwarten, ob und wie die Stadt auf die Forderungen reagieren wird. Die Situation in den Horten ist angespannt und benötigt dringend Lösungen. Die Welsaner Familien hoffen auf eine positive Wende, damit ihre Kinder die Betreuung erhalten, die sie verdienen.
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