Die Powerregion Enns-Steyr, ein Zusammenschluss von acht Gemeinden, hat sich am vergangenen Powerabend im Gemeindeamt Hargelsberg einem breiten Publikum präsentiert. Die Bürgermeister der Region – Asten, Dietach, Enns, Hargelsberg, Kronstorf, St. Florian, Steyr und Wolfern – kamen zusammen, um aktuelle Projekte und die Visionen für die Zukunft zu teilen. Mit insgesamt 72.000 Einwohnern ist die Region ein lebendiges Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit. Diese Form der Kooperation über Gemeinde- und Bezirksgrenzen hinweg ist entscheidend für die Entwicklung eines nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsraums.
Die Veranstaltung zog zahlreiche Interessierte an, was zeigt, wie wichtig die Themen sind, die hier diskutiert wurden. Von der Leerstandnutzung bis hin zu Mobilitätsherausforderungen – die Herausforderungen der modernen Zeit wurden nicht nur erkannt, sondern auch aktiv angegangen. Getrieben von der Unterstützung von Landesoberösterreich, dem Regionalmanagement, Business Upper Austria und TIC Steyr, wird an einer Vielzahl von Konzepten gearbeitet, die die Region zukunftssicher machen sollen.
Innovative Ansätze und Projekte
Ein spannendes Impulsreferat von Andrea Weninger von Rosinak & Partner über zukunftsfähige Gewerbegebiete lieferte innovative Ansätze zur Betriebsstandortentwicklung. Die Bedeutung einer intelligenten Raumordnung wurde von Kolarik hervorgehoben, um Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig die Belange von Landwirtschaft, Freizeit, Wohnen und Natur zu berücksichtigen. Ein weiteres bemerkenswertes Projekt ist das Logistikzentrum SKE in St. Florian/Asten, das nicht nur Arbeitsplätze sichert, sondern auch 16 Länder in Zentral-, Süd- und Osteuropa mit Photovoltaik-Produkten versorgt.
Aktuelle Projekte, die präsentiert wurden, umfassten unter anderem die Stadtbus-Anbindung zwischen Steyr und Dietach sowie den Neubau des Feuerwehrhauses in Enns. Wolfern hat sich als Vorreiter in der Nachnutzung von Leerständen erwiesen, indem diese für Kultur und Kinderbetreuung genutzt werden. Die interkommunale Zusammenarbeit in der Kinderbetreuung und Standortentwicklung wurde von Hargelsberg und Kronstorf gestärkt, was ein gutes Zeichen für die Zukunft ist.
Nachhaltige Entwicklung und interkommunale Zusammenarbeit
Das Digi-Trans-Projekt in Asten und St. Florian, das autonomes Fahren im öffentlichen Verkehr testet, zeigt, wie innovativ die Region denkt. Die Zusammenarbeit der Gemeinden wird dabei als vielfältig und innovativ beschrieben. Dies ist nicht nur eine schöne Formulierung, sondern ein echter Ansatz, um die Region als Lebens- und Wirtschaftsraum nachhaltig zu stärken. Interkommunale Betriebsstandorte (INKOBA) sollen die internationale Wahrnehmung der Powerregion fördern, was für die wirtschaftliche Entwicklung von großer Bedeutung ist.
Diese Entwicklungen stehen im Einklang mit den Leitmotiven der Powerregion: Gemeinsamkeit und Kooperation in der Raumentwicklung, Betriebsstandortentwicklung und nachhaltiger Regionalentwicklung. Es wird darauf geachtet, dass die interkommunalen Betriebsstandorte ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Natur, Landschaft und landwirtschaftlichen Zonen wahren. Die Kommunalsteuer von Unternehmen in INKOBA-Standorten wird nach einem festgelegten Schlüssel unter den Gemeinden aufgeteilt, was den Austausch und die Zusammenarbeit weiter fördert.
In einer Zeit, in der die Stadt- und Regionalentwicklung zunehmend von sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen geprägt ist, ist das Engagement der Gemeinden in der Powerregion ein positives Beispiel. Die Stiftung SPI unterstützt den Grundsatz einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung, die alle gesellschaftlichen Kräfte mit einbezieht. Die Herausforderungen sind vielfältig, aber die Powerregion Enns-Steyr zeigt, wie durch gemeinsames Handeln und innovative Ansätze eine lebenswerte Zukunft gestaltet werden kann. Es bleibt spannend, wie sich diese Entwicklungen weiter entfalten werden.
