Buch.FilmKlavier: Ein musikalisches Rendezvous mit der Stummfilmlegende Gerhard Gruber
Am 20. Oktober 2026 wird die Bücherei Aigen-Schlägl zum Schauplatz eines ganz besonderen Ereignisses. Unter dem vielversprechenden Titel „Buch.FilmKlavier“ wird Gerhard Gruber, Österreichs bekanntester Stummfilmpianist, die Gäste mit seinem Können verzaubern. Gruber, gebürtiger Aigen-Schlägler und derzeit in Wels wohnhaft, hat sich einen Namen gemacht, indem er Schwarzweiß-Klassiker der Filmgeschichte am Klavier begleitet. Diese einzigartige Kombination aus Literatur, Film und Musik verspricht ein unvergessliches Erlebnis.
Die Veranstaltung ist Teil der Aktionswoche „Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek“, die darauf abzielt, die Freude am Lesen und an der Kultur zu fördern. Gerhard Gruber wird nicht nur seine beeindruckenden Fähigkeiten am Klavier demonstrieren, sondern auch seine Biografie mit dem Titel „Stummfilmleben“ vorstellen. In diesem Buch gibt er einen Einblick in sein Leben und seine Karriere, die vor über drei Jahrzehnten begann. Ehrlich gesagt, es wird spannend sein, die persönlichen Anekdoten und Erlebnisse zu hören, die Gruber aus seinem Musikerleben teilt. Man kann sich gut vorstellen, wie er mit Leidenschaft und Improvisation Emotionen in Töne umsetzt – das macht seine Aufführungen so lebendig!
Ein Blick auf „Stummfilmleben“
Die Biografie „Stummfilmleben“ erscheint am 30. April 2026 und ist Teil der Reihe Edition Film Geschichte Österreich, Band 11. Der Preis von €14,90 macht sie zu einem attraktiven Angebot für alle, die sich für die Geschichte des Films und die Kunst der Stummfilmbegleitung interessieren. Auf etwa 240 Seiten gibt Gruber nicht nur Einblicke in seine eigene Karriere, sondern auch in die faszinierende Welt der Stummfilme. Wusstet ihr, dass er bereits 1988 in Linz mit einem Gaumont-Wanderprojektor seine erste Begleitung von Stummfilmen live vor Publikum durchgeführt hat? Seither hat er über 700 Stummfilme in seinem Repertoire, darunter sowohl bekannte als auch seltene Filme.
Die Improvisation ist für Gruber das A und O. Er reagiert spontan auf die Filme und schafft so eine Atmosphäre, die das Publikum in den Bann zieht. Dabei hat er auch international für Aufsehen gesorgt – seine Auftritte führten ihn durch Europa, nach Japan, Australien, Neuseeland, Indien und sogar in die USA und nach Kanada. Es ist kaum zu fassen, wie viel Einfluss und Anerkennung er in der Film- und Musikwelt gewonnen hat!
Ein Stück österreichische Filmgeschichte
Wenn wir über Stummfilme sprechen, dürfen wir die Geschichte des österreichischen Films nicht vergessen. Begonnen hat alles um 1906 mit Johann Schwarzer, einem Wiener Fotografen, der erotische Kurzfilme produzierte. Schon damals gab es eine lebhafte Konkurrenz zwischen den ersten Filmgesellschaften in Österreich und den etablierten französischen Firmen. Die erste österreichische Filmgesellschaft war ein reiner Filmverleih, gegründet 1905. Und was viele nicht wissen: Der erste abendfüllende österreichische Spielfilm wurde 1908 uraufgeführt, auch wenn die Dokumentation darüber etwas zu wünschen übrig lässt.
Die 1920er Jahre waren eine Hochblüte für die österreichische Filmproduktion, die allerdings durch politische und wirtschaftliche Umstände stark beeinflusst wurde. Viele talentierte Filmschaffende wanderten nach Hollywood oder Berlin aus. Es ist faszinierend, wie die Filmgeschichte Österreichs von der deutschen Filmindustrie geprägt wurde und wie sie sich bis heute weiterentwickelt hat.
Das bevorstehende Event mit Gerhard Gruber ist eine großartige Gelegenheit, sich mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen und gleichzeitig die Kunst des Stummfilms hautnah zu erleben. Also, markiert euch den 20. Oktober im Kalender und lasst euch von der Magie des Films und der Musik mitreißen!
