Heute ist der 8.10.2026 und in Rohrbach gibt es erfreuliche Nachrichten, die das Herz eines jeden Umweltbewussten höher schlagen lassen. Die Kliniken Schärding, Rohrbach und Freistadt wurden für ihren außergewöhnlichen Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung mit dem Titel „Top-Standort 2025“ ausgezeichnet. Das wurde rund um den Welttag gegen Lebensmittelverschwendung am 29. September bekannt gegeben. Es zeigt sich, dass auch in Zeiten von Dürre und Trockenheit die Reduzierung von Lebensmittelabfällen ein wichtiges Anliegen ist.

Besonders interessant ist der Verlustgrad im Klinikum Rohrbach, der im Jahr 2023 auf 16 Prozent gesenkt wurde. Damit liegt dieser Wert deutlich unter dem österreichischen Durchschnitt von 23 Prozent in Krankenhäusern. Diese Zahl ist nicht einfach nur eine Statistik – sie beschreibt das Verhältnis zwischen den ausgegebenen Speisen und den entsorgten Lebensmittelabfällen. Im Vergleich zum Vorjahr, wo der Verlustgrad noch bei 17 Prozent lag, ist das ein echter Fortschritt. Über 148.000 Vollverpflegungstage wurden 2025 erbracht. Die Küche beliefert nicht nur Patienten, sondern auch ein Betriebsrestaurant, einen Betriebskindergarten und sogar „Essen auf Rädern“. Das ist doch ein tolles Beispiel für die Vielseitigkeit einer Krankenhausküche!

Gemeinsam gegen Verschwendung

Um diese Erfolge zu feiern, wurde auch die Betriebsverpflegung bei Fill in Gurten ausgezeichnet, die beeindruckende vier Prozent Lebensmittelverlust aufweist. Die Initiative „United Against Waste“ spielt hier eine entscheidende Rolle. Sie erfasst regelmäßig, wo und warum Lebensmittel übrigbleiben, und hilft dabei, die Mengen genauer zu planen und Portionsgrößen anzupassen. Das Ziel ist klar: Einwandfreie Speisen sollen an soziale Einrichtungen weitergegeben werden, anstatt im Müll zu landen.

Ein weiterer wichtiger Akteur in diesem Bereich ist das Ordensklinikum Linz der Barmherzigen Schwestern, das den Titel „Best of Austria“ erhielt. Hier wird deutlich, dass es nicht nur um die Reduzierung von Abfällen geht, sondern auch um die Qualität der Speisen. Eine Patientinnen- und Patientenbefragung im Klinikum Rohrbach ergab 2025 die Bestbewertung „sehr zufriedenstellend“ in den Kategorien Menüauswahl und Qualität der Speisen. Das spricht für die enge Zusammenarbeit zwischen Servicekräften und Pflegeteams, die für einen kontinuierlichen Austausch sorgen.

Die Herausforderung der genauen Kalkulation

Doch es bleibt eine Herausforderung, die genaue Kalkulation der benötigten Mahlzeiten, um Überproduktion zu vermeiden. Auch in anderen Einrichtungen, wie zum Beispiel bei Sana, hat man erkannt, dass täglich große Mengen an Lebensmitteln entsorgt werden, obwohl sie noch genießbar sind. Die Anfang 2023 gegründete Taskforce „Lebensmittel“ bei Sana hat sich genau dieser Problematik angenommen und erarbeitet Maßnahmen, um den Lebensmittelverwurf systematisch zu reduzieren.

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Dr. Clemens Jüttner, Chief Sustainability Officer von Sana, betont die gesellschaftliche Verantwortung, genießbare Lebensmittel nicht einfach wegzuwerfen. Es ist klar, dass zu viel bereitgestellte Mahlzeiten nicht nur hohe Kosten verursachen, sondern auch negative Auswirkungen auf die Umwelt haben. Die Aufgabe, die wichtigsten Kennzahlen kontinuierlich zu überwachen und die Datentransparenz standortübergreifend auszubauen, ist kein leichtes Unterfangen.

Doch die Erfolge in Rohrbach und anderen Kliniken zeigen, dass es möglich ist, Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Die Arbeit ist noch lange nicht abgeschlossen – aber es gibt einen klaren Weg, den man gemeinsam gehen kann. Und das ist schon mal ein sehr guter Anfang!