Im Klinikum Rohrbach wird nicht nur medizinisch geholfen, sondern auch kulinarisch! Sandra Vielhuber, eine 17-jährige Lehrling, zaubert täglich köstliche Speisen für die Patienten. Ihre Leidenschaft fürs Kochen spiegelt sich in jedem Bissen wider – sie möchte den Menschen, die im Krankenhaus sind, mit ihrem Essen Freude bereiten. Ein nobler Grund, der ihren Arbeitstag von früh bis spät prägt.

Um 7:15 Uhr beginnt ihr Tag. Das Frühstück für die Patienten steht an, und Sandra bereitet alles mit Hingabe vor. Wie sie selbst sagt, „man muss einfach mit Freude kochen“. Nach dem Frühstück geht es direkt weiter: die Mittagsmenüs müssen vorbereitet werden. Übrigens, ihre Menüs bestehen aus vier verschiedenen Optionen – da ist für jeden Geschmack etwas dabei! Ein kurzer Stopp zwischen 9:15 und 9:30 Uhr erlaubt es ihr, durchzuatmen, bevor sie um 10:30 Uhr das Mittagessen anrichtet. Dabei holt sie die Zutaten aus dem Lager, immer das „First in-First out“-Prinzip im Hinterkopf, um die Lebensmittel richtig zu lagern und Verderb zu vermeiden.

Ein Blick hinter die Kulissen

Nach einer wohlverdienten Mittagspause von 12:30 bis 13:00 Uhr geht es weiter. Am Nachmittag bereitet sie das Abendessen vor und denkt schon an den nächsten Tag. Diese Planung gehört ebenso zu ihrer Ausbildung wie das Kochen selbst. Schließlich sind in der Lehre als Köchin auch Themen wie Warenwirtschaft und die Dokumentation des Wareneingangs wichtig. Es geht nicht nur darum, gut zu kochen, sondern auch um die Organisation und Lagerung der Zutaten – alles nach den neuesten Standards.

Sandra ist stolz auf die Fortschritte, die sie macht, und auf die Selbstständigkeit, die sie während ihrer Lehrzeit erlangt hat. Sie weiß, dass Flexibilität und Organisationstalent in der Gastronomie unerlässlich sind. Der gute Zusammenhalt im Team ist ihr besonders wichtig – hier wird nicht nur gekocht, sondern auch zusammengearbeitet und gelacht. „Wir helfen uns gegenseitig, und das macht einen großen Teil des Arbeitsalltags aus“, erzählt sie. Ein wertvoller Aspekt ihrer Lehre, der weit über das reine Kochen hinausgeht!

Die Zukunft im Blick

Ihr Ziel? Die Lehre erfolgreich abschließen und eines Tages ein eigenes Restaurant führen. Um das zu erreichen, empfiehlt sie anderen Jugendlichen, die eine Lehre anfangen, offen für Neues zu sein und immer Fragen zu stellen. In ihrer Ausbildung hat sie schon viel über verschiedene Garverfahren gelernt – sei es das Braten, Grillen oder das schonende Dämpfen, um die Vitamine in den Lebensmitteln zu erhalten.

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Doch nicht nur das Kochen ist wichtig. Auch der Umgang mit Gästen und die Bedeutung der Allergenkennzeichnung sind zentrale Themen. „Es ist wichtig zu wissen, was man serviert und wie man auf Gäste eingeht“, erklärt Sandra. Die Schulungen dazu sind anspruchsvoll, aber notwendig. Schließlich ist die Zufriedenheit der Gäste auch im Krankenhaus ein entscheidender Faktor. Gerade in einem so sensiblen Umfeld wie der Gastronomie im Gesundheitswesen ist das Wissen um die Bedürfnisse der Patienten von höchster Bedeutung.

Die Ausbildung zum Koch hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Neue Schwerpunkte werden gesetzt, um den Anforderungen der modernen Gastronomie gerecht zu werden. Seit dem 1. August 2022 gelten modernisierte Ausbildungsordnungen, die Inhalte zu veränderten Ernährungsgewohnheiten und Nachhaltigkeit beinhalten. Diese Entwicklungen machen Berufe im Gastgewerbe immer anspruchsvoller und digitaler.

Man merkt also, dass hinter dem Beruf des Kochs viel mehr steckt als nur das Zubereiten von Speisen. Es ist eine Kombination aus Kunst, Wissenschaft und Herzblut. Und Sandra ist auf einem sehr guten Weg, eines Tages ihre eigene kulinarische Vision in die Tat umzusetzen.