In Hallein, wo die Mode auf Tradition trifft, gab es kürzlich eine ganz besondere Ausstellung. Die Abschlusskollektionen der Studierenden der Modeschule Hallein wurden in den Schaufenstern des renommierten Modeunternehmens Hämmerle in der Getreidegasse präsentiert. Ein wahrer Augenschmaus für Passanten und Modebegeisterte! Michael Sellinger, der Fachvorstand für Mode, unterstrich die Gelegenheit für die Absolventen, ihre kreativen Outfits einem breiteren Publikum zu zeigen. Die ausgestellten Kollektionen zeichnen sich durch alltagstaugliche Abendkleidung und Trachten aus, die mit handwerklichen Details versehen sind.

Besonders beeindruckend ist die Final Collection von Rosalie Kirchner, die sich auf traditionelle Handwerkstechniken und regionale Materialien konzentriert. Ihr zeitloses Design spricht für sich! Emilia Stampfl hingegen bringt mit kräftigen Farben und einer bewussten Materialauswahl frischen Wind in die Modewelt, indem sie sich den Trends der Fast Fashion entgegenstellt. Lea Strolz hat sich mit ihrer Kollektion „From Gala to Everyday“ dem Ziel verschrieben, elegante Abendmode mit Alltagstauglichkeit zu verbinden. Ein echter Gewinn für jeden Kleiderschrank!

Nachhaltigkeit im Fokus

Georg Aldrian, der Storemanager bei Hämmerle, hob die Bedeutung von Nachhaltigkeit, Qualität und Einzigartigkeit hervor. Ein Ansatz, der in Zeiten von Fast Fashion wichtiger ist denn je. Die Mode hat sich in den letzten Jahren zu einem Massenprodukt entwickelt. Es ist kaum zu fassen: SHEIN bringt täglich zwischen 6.000 und 9.000 neue Designs online. Diese hohe Geschwindigkeit in der Produktion hat fatale Folgen – Ausbeutung, Überproduktion und Umweltzerstörung sind nur die Spitze des Eisbergs.

In Deutschland werden jährlich rund 1,56 Millionen Tonnen Textilien konsumiert, was etwa 19 Kilogramm pro Person entspricht. Und das Schockierende daran: Fast alle Textilien werden importiert und landen nach kurzer Nutzung im Müll oder werden exportiert. Diese Alttextilien belasten nicht nur die Umwelt, sondern verschmutzen auch Strände und Wasserläufe in Ländern wie Ghana oder Chile. Da fragt man sich doch, wie lange wir uns das noch leisten können!

Ein Aufruf zur Veränderung

Die Studierenden der Modeschule Hallein zeigen mit ihren kreativen Kollektionen, dass es auch anders geht. Sie setzen ein Zeichen für bewussten Konsum und nachhaltige Mode. Während die Modeindustrie immer schneller wird, sollte die Qualität und der Respekt vor den Ressourcen im Vordergrund stehen. Vielleicht können wir alle von den Ideen dieser jungen Designer lernen und einen kleinen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft machen.

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