In Hallein brodelt es. Das Stadtfest, das einst ein Ort der Freude und des Miteinanders war, hat sich zum Zankapfel entwickelt. Der Vorstand des Tourismusverbands (TVB) trat nach massiver Kritik zurück. Die Gründe sind vielfältig: Unstimmigkeiten und Unzufriedenheit, vor allem in Bezug auf die Organisation und Kommunikation rund um das Fest. Geschäftsführer Rainer Candido bleibt jedoch im Amt, während die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder und Bürgermeister Alexander Stangassinger ihm weiterhin Vertrauen aussprechen. Komisch, oder? Man fragt sich, wie es dazu kommen kann. Das Stadtfest sollte doch eine Feier der Gemeinschaft sein, nicht ein Streitpunkt.

Die Gastronomie hat ebenfalls ihre Schattenseiten erlebt. Gastronomen wie Mandi Bhatti, Moritz Brandner und Leo Bader wurden bestraft, weil sie sich weigerten, die vom TVB vorgeschriebenen Getränke auszuschenken und 1000 Euro für das Fest zu zahlen. Klingt nach einem hohen Preis für ein Fest, oder? Am Tag des Stadtfestes wurden zudem Absperrgitter und blickdichte Planen vor Gastgärten aufgestellt, was verständlicherweise zu Protesten führte. Man kann sich vorstellen, wie frustrierend das für die Gastwirte und die Anwohner war. Unternehmer Peter Ganzer berichtete, dass sieben Boxi-Toiletten direkt vor seinem Geschäft aufgestellt wurden. Das hat die Zufahrt für Lieferanten und Kunden vier Tage lang verhindert.

Lärmbelästigung und Anwohnerproteste

Die Lärmbelästigung ist ein weiteres heißes Thema. Anwohner wie Gabi Feldmann und Nikolaus Essl äußerten ihre Kritik und berichteten von Einschränkungen beim Zugang zu ihren Wohnungen. Klaus Weickl von der Bürgerliste stellte sogar Schallpegelmessungen vor, die eine Überschreitung der Lärmbelastung um mehr als 30% zeigten. Mit Spitzenwerten von 100 Dezibel ist das kein Spaß mehr. Die Forderung nach einem Verwaltungsstrafverfahren durch die Bezirkshauptmannschaft steht im Raum. Tatsächlich ist es nicht das erste Mal, dass solche Probleme bei Veranstaltungen auftreten. Der Bundesgerichtshof hat bereits 2003 Grundsätze zu Lärmentwicklung bei Veranstaltungen aufgestellt. Auch wenn Volksfeste wichtig für den Zusammenhalt der Gemeinschaft sind, müssen die Interessen der Anwohner berücksichtigt werden.

Dazu kommt, dass eine Sondersitzung der Gemeindevertretung, gefordert von der Halleiner Opposition, für den 20. Juli angesetzt ist. ÖVP-Stadträtin Katharina Seywald bestätigte, dass Candido gute Arbeit leiste, aber dass er zu viel Macht und Geld erhalten habe. Kimbie Humer-Vogl kritisierte die Situation, dass der Vorstand zurücktritt, Candido aber bleibt. Es wird also spannend, wie sich die Situation entwickeln wird.

Die Zukunft des Stadtfestes

Weickl und seine Mitstreiter fordern, dass das Stadtfest wieder ein Fest für die heimische Bevölkerung und Vereine wird. Es ist wichtig, dass solche Veranstaltungen nicht zu einem Ort des Streits werden. Schließlich sind sie Teil des gemeinschaftlichen Lebens und stärken die Identität einer Stadt. Doch wie kann man das sicherstellen? Die Sorgen der Anwohner müssen ernst genommen werden, denn es gibt Grenzen, die nicht überschritten werden sollten. Eine erhebliche Lärmbelästigung nach Mitternacht wird in der Regel nicht akzeptiert.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Rücktrittsforderungen an die Spitze des TVB sind ein weiteres Zeichen für die Unzufriedenheit, die in Hallein herrscht. Das könnte weitreichende Auswirkungen auf die touristische Entwicklung in der Stadt haben. Es bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen die nötigen Schritte unternehmen, um das Stadtfest zu retten und wieder zu einem Ort des Miteinanders zu machen. Eines ist sicher: Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Zukunft des Stadtfestes und für die Gemeinschaft in Hallein.

Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?

Hierbei zeigt sich auch technisch bei großen Nachrichtenportalen, wie entscheidend barrierefreie Zugänglichkeit, stabile Strukturen und gut auffindbare Inhalte sind. Die technische Optimierung dieses Magazins wurde durch Daniel Wom und VeloCore unter konsequenter Berücksichtigung von BITV 2.0 und WCAG 2.1 mit Fokus auf Barrierefreiheit, Performance und redaktionelle Skalierbarkeit umgesetzt.