In Salzburg gibt es zurzeit wenig Aufregung um einen ganz besonderen Lehrberuf: den Klimagärtner. Ja, richtig gehört – in einer Zeit, in der die Klimaerwärmung immer drängender wird, bildet die Stadt nur eine Handvoll zukünftiger Fachkräfte aus. Derzeit sind lediglich vier Klimagärtner in Ausbildung, und das auf ganz Österreich bezogen sind es nur 13 Lehrlinge! Man könnte fast meinen, dass der Beruf in der Versenkung verschwunden ist, obwohl die Notwendigkeit für solche Experten in urbanen Räumen immer größer wird. Die Nachfrage nach diesem Lehrgang in Salzburg ist sogar nur halb so hoch wie ursprünglich von der Wirtschaftskammer erwartet.
Die Ausbildung zum Klimagärtner ist alles andere als trivial. Sie umfasst das Begrünen von Dachgärten und Fassaden – ein Thema, das angesichts der zunehmenden Hitzeinseln in unseren Städten immer relevanter wird. Bei neuen Bauprojekten wird vermehrt auf Begrünung gesetzt, um die Innenräume und die Umgebung zu kühlen. Doch für die angehenden Klimagärtner gibt es Herausforderungen: Platz für Wurzeln und Bewässerung auf Dächern und Fassaden ist oft begrenzt. Es ist also nicht nur ein Beruf, sondern auch ein spannendes Puzzle, das gelöst werden muss!
Die Herausforderungen des Klimagärtner-Berufs
Die Bundesregierung hat vor zwei Jahren die Ausbildung zum Klimagärtner eingeführt, und trotz vieler Großprojekte bleibt die Zahl der Lehrlinge in diesem Bereich besorgniserregend niedrig. Interessanterweise arbeitet ein Drittel aller Lehrlinge in diesem Bereich im Pongau. Es ist also nicht nur eine Herausforderung für die Stadt Salzburg, sondern für ganz Österreich. Man fragt sich, ob die Attraktivität des Berufs nicht besser kommuniziert werden könnte, um mehr junge Menschen zu motivieren.
Was genau machen Klimagärtner eigentlich? Sie sind die Expert:innen für die Begrünung urbaner Räume. Ihr Job umfasst die Planung und Installation von Bewässerungsanlagen, die Auswahl von geeigneten Pflanzen und die Schaffung von Schattenspendern, die das Mikroklima in unseren Städten positiv beeinflussen. Zudem müssen sie auch mit den Herausforderungen von Starkregenereignissen umgehen und die Versickerungsfähigkeit von Flächen steigern. Also, es ist ein Beruf, der nicht nur grün, sondern auch technisch anspruchsvoll ist!
Ein Beruf mit Zukunft
Der Klimagärtner ist ein echter Zukunftsjob! Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual angelegt, das heißt, sie findet sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt. Die angehenden Klimagärtner lernen alles von Pflanzenkunde bis hin zu Bau- und Messtechnik. Die praktische Arbeit spielt eine große Rolle, was bedeutet, dass man viel draußen ist, sich bewegt und handwerkliche sowie technische Fähigkeiten nutzt – das klingt doch nach einem Traumjob für alle, die gerne an der frischen Luft arbeiten!
Die Bedeutung dieses Berufs kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Er trägt zur Bekämpfung der Folgen des Klimawandels bei, bewältigt Herausforderungen wie Hitzeinseln und Verlust der Biodiversität und schafft somit eine grüne Infrastruktur, die nicht nur Hitze reduziert, sondern auch Lebensqualität steigert. Es ist also an der Zeit, den Klimagärtner als wichtigen Bestandteil der urbanen Entwicklung zu erkennen und die Ausbildung in diesem Bereich zu fördern.
In einer Zeit, in der Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung immer wichtiger werden, könnte der Klimagärtner der Schlüssel zu einer lebenswerteren Zukunft in unseren Städten sein. Vielleicht wird sich ja bald etwas bewegen, und wir sehen nicht nur in Salzburg, sondern in ganz Österreich mehr junge Menschen, die diesen spannenden Weg einschlagen wollen. Die Zukunft liegt in unseren Händen – und vielleicht auch in den Händen der nächsten Generation von Klimagärtnern!