Heute ist der 30.04.2026 und in Tamsweg, einer kleinen Marktgemeinde in Österreich, wird deutlich, dass die finanzielle Lage alles andere als rosig ist. Die Gemeinde muss bis 2026 einen strengen Sparkurs einhalten, bedingt durch steigende Kosten in der Kinderbetreuung, Personal und Wasserinfrastruktur. Bürgermeister Wolfgang Pfeifenberger von der ÖVP hat in der letzten Gemeindevertretungssitzung positive operative Zahlen präsentiert, die Einnahmen aus Ertragsanteilen und Kommunalsteuer sind besser als erwartet. Doch das hilft wenig, wenn man bedenkt, dass die Kredittilgung zwar gut bedient werden kann, aber Investitionen derzeit einfach nicht möglich sind.

Ein besonders brisantes Thema ist der Anstieg der Personalkosten in der Kinderbetreuung, die um etwa 16 Prozent gestiegen sind. Das hat zur Folge, dass die Kinderbetreuung, mit einem Aufwand von 1,7 Millionen Euro, die größte Abteilung der Marktgemeinde darstellt. Die Schulden der Gemeinde haben sich zwar von 12 Millionen Euro im Jahr 2020 auf 9,1 Millionen Euro reduziert, dennoch bleibt ein Überhang von 879.000 Euro zur Bedienung der Annuitäten im Jahr 2025.

Wasserinfrastruktur und Gebühren

Ein weiterer Punkt, der in der Sitzung zur Sprache kam, ist die kritische Situation der Wasserinfrastruktur. Vizebürgermeister Eduard Egger hat eindringlich Rücklagen für die Sanierung der 110 Kilometer langen Wasserleitungen gefordert. Leitungsbrüche verursachen nicht nur zusätzliche Kosten, sondern auch der Kanal, mit einer Länge von 120 Kilometern, ist sanierungsbedürftig. Die FPÖ hat dem Rechnungsabschluss nicht zugestimmt und kritisiert die Gebührenerhöhungen in der Wasserwirtschaft. Bürgermeister Pfeifenberger betont die Notwendigkeit der Sanierung und die Einbindung der Bevölkerung in diesen Prozess.

Es ist klar, dass die Herausforderungen an die Gemeinde nicht ohne Auswirkungen bleiben. Besonders die Familien in Tamsweg könnten betroffen sein, vor allem wenn es um die finanziellen Belastungen durch die Kinderbetreuung geht. Eltern sollten wissen, dass es Möglichkeiten gibt, einige dieser Kosten steuerlich abzusetzen. Zum Beispiel können Fahrtkosten für Großeltern, die auf ihre Enkel aufpassen, als Ausgabe in der Steuererklärung angesetzt werden. Diese Regelung wurde durch ein Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg bestätigt. Es gelten 30 Cent pro gefahrenem Kilometer als angemessen, und das Beste ist: Großeltern müssen die Erstattung der Fahrtkosten nicht versteuern, da es sich um eine Aufwandsentschädigung handelt.

Steuerliche Absetzbarkeit von Betreuungskosten

Aber nicht nur die Fahrtkosten sind interessant – auch für andere Betreuungskosten gibt es steuerliche Regelungen. Ausgaben für einen bilingualen Kindergarten können beispielsweise als Sonderausgaben abgesetzt werden. Allerdings sind Kosten für Sportvereine, Reitstunden oder Musikunterricht in der Regel nicht absetzbar. Ferienfreizeiten oder Feriencamps fallen meist auch nicht darunter, es sei denn, die Betreuung dominiert objektiv und wird gesondert ausgewiesen. Eltern sollten also gut überlegen, welche Kosten sie in ihrer Anlage Kind der Steuererklärung eintragen. Für jedes Kind ist eine eigene Anlage auszufüllen.

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Während die Gemeinde Tamsweg sich auf einen Sparkurs bis 2026 einstellt, gibt es für die Zukunft Hoffnung. Investitionen sind für 2027 geplant. Die Bürger können nur hoffen, dass bis dahin die finanziellen Rahmenbedingungen günstiger werden. Es bleibt spannend, wie sich die Situation entwickeln wird und welche Auswirkungen die Einsparungen auf die Lebensqualität der Einwohner haben werden. Die erste Gemeindevertretungssitzung wurde übrigens mithilfe von Künstlicher Intelligenz aufgezeichnet – ein Zeichen der Zeit, das zeigt, dass auch in der Verwaltung neue Wege beschritten werden.