Heute ist der 11. Mai 2026 und die Vorfreude auf die Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz ist förmlich greifbar. Vom 15. bis 31. Mai wird es in Zürich und Fribourg ordentlich zur Sache gehen. Deutschland hat sich intensiv auf dieses Event vorbereitet. Bundestrainer Harold Kreis, der seit März 2023 das Ruder in der Nationalmannschaft übernommen hat, hat nach einem Vorbereitungsspiel gegen die USA (2:5) nun sein endgültiges Aufgebot festgelegt. 25 Spieler, darunter drei Torhüter, acht Verteidiger und 14 Stürmer, werden nach Zürich reisen. Die WM-Vorbereitung ist in drei Phasen unterteilt, wobei die ersten beiden bereits erfolgreich abgeschlossen wurden.
Eine der spannendsten Entscheidungen war die Rückkehr von Fabio Wagner, der in der DEL wegen eines brutalen Fouls für 14 Spiele gesperrt wurde. Trotz dieser Sperre nahm Harold Kreis ihn in den Kader auf. Wagner, der aus München stammt, hat bereits über 100 Länderspiele absolviert, und seine sportlichen Qualitäten sind unbestritten. Im letzten Viertelfinale verletzte er seinen Gegenspieler Edwin Tropmann mit einem Check gegen den Kopf, und auch wenn die Sperre nur für die DEL gilt, hat er bereits die Hälfte der Strafe abgesessen. Moritz Müller, der langjährige Kapitän der Nationalmannschaft, fehlt hingegen im Kader. Er könnte seine Karriere bei den Kölner Haien beenden und hat mit 220 Länderspielen einen bemerkenswerten Abschied hinterlassen.
Der Kader und die Gruppenauslosung
Das Aufgebot für die WM-Vorbereitung ist stark besetzt. Im Tor stehen Maximilian Franzreb, Philipp Grubauer und Jonas Stettmer. Die Abwehr wird von Leon Gawanke, Leon Hüttl, Eric Mik, Moritz Seider, Philipp Sinn, Fabio Wagner, Marcus Weber und Kai Wissmann gestärkt. Im Sturm sind Namen wie Dominik Bokk, Samuel Dove-McFalls, Andreas Eder, Alexander Ehl und Dominik Kahun zu finden. Letzterer kehrt nach einem grippalen Infekt ins Team zurück und wird sicherlich sein Bestes geben, um die deutsche Mannschaft zu unterstützen.
Deutschland spielt in Gruppe A gegen starke Gegner. Am 15. Mai heißt der erste Herausforderer Finnland, gefolgt von Lettland (17. Mai), der Schweiz (18. Mai), den USA (20. Mai), Ungarn (22. Mai), Österreich (23. Mai) und Großbritannien (25. Mai). Das klingt nach einer spannenden Gruppenphase, in der alles möglich ist. Aber auch die Erinnerungen an die enttäuschenden Ergebnisse bei der WM 2025 und den Olympischen Spielen 2026 lasten schwer auf den Schultern der Spieler.
Vorbereitung und Coaching-Team
Die Generalprobe findet am 10. Mai gegen die USA in Mannheim statt. Das Trainerteam, bestehend aus Harold Kreis, Alexander Sulzer, Mark French und Ilpo Kauhanen, bleibt unverändert, was Kontinuität verspricht. Die ersten Trainingseinheiten in der Swiss Life Arena stehen bereits an und die Spieler der Eisbären Berlin sowie Adler Mannheim werden am Montag zum Team stoßen. Insgesamt haben 20 Spieler des WM-Aufgebots bereits an einer oder mehreren Weltmeisterschaften teilgenommen, während fünf Spieler ihre erste WM-Teilnahme erleben werden – darunter Dominik Bokk und Samuel Dove-McFalls.
Die Vorbereitungen sind also in vollem Gange und die Nationalmannschaft ist bereit, sich der Herausforderung zu stellen. Es bleibt spannend, wie sich die Mannschaft in ihren ersten Spielen schlagen wird und ob sie die Enttäuschungen der letzten Jahre hinter sich lassen kann. Die Fans sind bereit und werden die Daumen drücken. Für alle Eishockeyliebhaber ist die WM in der Schweiz ein Muss!