Im malerischen Zell am See wird bald ein ganz besonderes kulinarisches Erbe neu aufbereitet. Das barocke Kochbuch des einst berühmten Starkochs Conrad Hagger, das die gastronomische Kunst des barocken Salzburgs repräsentiert, wird im Jahr 2027 neu aufgelegt. Dieses spannende Projekt umfasst die kreative Zusammenarbeit von drei Schulen, die die alten Rezepte auf moderne Weise interpretieren werden. So kümmert sich die HBLW Saalfelden um Suppen und das barocke Gastmahl, während die LFS Bruck sich auf die Zubereitung von Fleischgerichten konzentriert. Die Tourismusschule Bramberg wird hingegen die süßen Seiten des Lebens beleuchten und sich mit Mehlspeisen und Pasteten-Rezepten beschäftigen.

Der Projektstart fand kürzlich in der HBLW Saalfelden statt, wo Kustos Andreas Herzog vom Gotik- und Bergbaumuseum Leogang die ersten Schritte zur Wiederbelebung dieser historischen Kochkunst präsentierte. Um die neu interpretierten Gerichte festzuhalten, stehen die Fotografin Caro Auer und Foodstylistin Carina Grissemann bereit, um die ersten Bilder zu gestalten. Eine spannende Zeit für alle Beteiligten, die mit viel Elan und Kreativität in die Arbeit gehen!

Ein Fest für die Sinne

Ende Juni wurde dann ein barockes Gastmahl in der originalen Pinzgauer Stube serviert – ein wahrhaft festliches Event! Schülerinnen der HBLW Saalfelden arbeiteten mit Florist Hannes Laimgruber zusammen, um eine einladende Tischdekoration zu gestalten, die dem Anlass gerecht wurde. Ehrengäste und Sponsoren durften sich an den neu interpretierten Speisen erfreuen, während Film- und Fotoaufnahmen die kulinarischen Kreationen für die Nachwelt festhielten. Ein Fest, das nicht nur Gaumenfreuden bot, sondern auch die Verbindung von Tradition und Moderne zelebrierte.

Das neue Kochbuch wird in vier Teile gegliedert sein und nicht nur Rezepte, sondern auch grundlegende Informationen zur Kochkunst bieten. Der Autor, ein Nachfahre des Haggerischen Geschlechts, hat sein Wissen und seine Erfahrungen aus verschiedenen Küchen zusammengetragen, um eine solide Grundlage für junge Köche zu schaffen. Dabei wird die Bedeutung der Kochkunst eindringlich hervorgehoben, nicht zuletzt als ein wertvolles Kulturgut, das weiterhin geschätzt werden sollte.

Ein Stück Geschichte

Kochbücher sind weit mehr als nur Ansammlungen von Rezepten. Sie sind thematisch strukturierte Textsammlungen, die uns Einblicke in die Essgewohnheiten und Zivilisationsgeschichten vergangener Zeiten gewähren. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert dokumentieren sie nicht nur den bürgerlichen Lebensstil, sondern reflektieren auch den Wandel von großen zu kleinen Familien und die Entwicklung der Koch- und Haushaltungsschulen. Sie sind Ausdruck kultureller Identität und spiegeln die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Umstände ihrer Entstehungszeit wider.

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Das kommende Kochbuch über Conrad Hagger wird diese Tradition fortsetzen und uns sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft der Kochkunst führen. Es ist eine Einladung, die Geheimnisse der Küche zu erkunden und die Qualität des Essens zu schätzen, das uns umgibt. So wird das barocke Gastmahl nicht nur ein kulinarisches Erlebnis, sondern auch ein kulturelles Ereignis, das die Verbindung von Geschichte und Genuss auf einzigartige Art und Weise verkörpert.

Die Präsentation des neuen Kochbuchs ist für den Winter/Frühjahr 2027 im Bergbau- und Gotikmuseum in Leogang geplant. Bis dahin dürfen wir uns auf viele weitere kreative Ausflüge in die Welt der barocken Küche freuen!

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