TriZell 2023: Ein Comeback des Triathlons in Zell am See
In der malerischen Kulisse von Zell am See fand am vergangenen Wochenende der TriZell statt, der sich seit 1984 als einer der ältesten Triathlon-Bewerbe in Österreich etabliert hat. Nach den herausfordernden Zeiten der Corona-Pandemie, als die Veranstaltung beinahe aus dem Kalender gestrichen worden wäre, startete der Triathlon mit einem schwungvollen Comeback – 80 Starter waren dabei, und das Team um Veranstalter Dannhauser hat es geschafft, das Event wieder so attraktiv zu machen, dass die Teilnehmerzahl stetig steigt. Besonders schön ist es, dass das Ziel des TriZell ist, Kindern einen Triathlon direkt vor der Haustür zu bieten, was das Event für die gesamte Region besonders wertvoll macht. Zudem ist TriZell der letzte Triathlon in Innergebirg, der überlebt hat, was die Bedeutung dieser Veranstaltung noch unterstreicht.
Die hohen Auflagen und Kosten stellen eine große Hürde für viele Vereine dar, die ähnliche Events organisieren möchten. Aber in Zell am See, unter der fachkundigen Anleitung von Franz Hollaus – dem Vater des Olympioniken Lukas Hollaus – ist ein Team von etwa 35 Kindern für die Junioren-Bewerbe bestens vorbereitet. Bei den Erwachsenen wurden Daniel Niederreiter und Peter Müllner aus Salzburg als Favoriten gehandelt, und man konnte gespannt sein, ob sie ihren Favoritenstatus bestätigen würden.
Die Wettkämpfe im Detail
Die Veranstaltung begann am Samstag um 08:00 Uhr beim Strandbad Thumersbach in Zell am See-Kaprun. Erstmals wurde ein Aquathlon ausgetragen, der aus Schwimmen und Laufen bestand. Fast 100 Teilnehmer waren angemeldet. Der Sonntag startete früh, bereits um 07:30 Uhr, und etwa 200 Athleten nahmen an der Olympischen Distanz teil, die aus 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen bestand. Die Radstrecke führte über Bruck an der Großglocknerstraße nach Kaprun und zurück zur Wechselzone in Thumersbach. Die abschließende Laufstrecke verlief entlang des malerischen Zeller Seeufers.
Die Ergebnisse waren beeindruckend: Linda Hehenwarter gewann bei den Damen mit einer Zeit von 2:10:08,1 und Daniel Niederreiter sicherte sich den Sieg bei den Herren in 2:00:00,4, beide wurden zudem Landesmeister. Ein interessanter Aspekt: Linda Hehenwarter nahm an der Veranstaltung teil, nachdem sie aufgrund eines Flugstreiks in Frankreich nicht reisen konnte – ein wahrer Wettkampfgeist!
Im Anschluss fand die Sprintdistanz statt, bei der knapp 100 Teilnehmer an den Start gingen. Hier siegten Verena Zehentmayr (1:04:16,8) bei den Damen und Jan Fiedler (1:06:08,5) bei den Herren. Verena stellte sogar die Tagesbestzeit auf der Sprintdistanz auf – eine bemerkenswerte Leistung!
Aquathlon und die Zukunft des TriZell
Besonders spannend war der Aquathlon, in dem die Landesmeisterschaften der Jugend- und Juniorenklassen ausgetragen wurden. Die Titel gingen an verschiedene junge Talente, darunter Verena Zehentmayr als Landesmeisterin der Jugend weiblich (24:18,9) und David Winner (Jugend männlich, 22:19,1). Weitere Titel gab es für Anna Hackhofer (Juniorinnen, 45:22,9) und Felix Gratzl (Junioren, 36:03,1). Die Gesamtsieger im Aquathlon waren Valerie Hütter (43:33,5) bei den Damen und Roland Ziegaus (33:05,8) bei den Herren.
Leider musste der Schwimmbewerb wetterbedingt abgesagt werden, was sicherlich für einige Teilnehmer eine Enttäuschung war. Aber die Stimmung blieb trotz dieser Umstände großartig. Die nächste Ausgabe des TriZell ist bereits für den 27. bis 28. Juni 2026 geplant – und man kann sich sicher sein, dass die Vorfreude darauf bereits jetzt wächst.
Die Region Zell am See bleibt also ein wichtiger Ort für Triathlon-Events in Österreich. Neben dem TriZell gibt es eine Vielzahl an Wettbewerben wie den IRONMAN 70.3 Zell am See-Kaprun und viele weitere Veranstaltungen im Jahr 2026, die Sportbegeisterte anziehen werden. Die Vielfalt der angebotenen Disziplinen zeigt, wie lebendig die Triathlon-Szene in Österreich ist und dass sie auch in Zukunft blühen wird. Für die Athleten und die Zuschauer bleibt es spannend – und für die Veranstalter ein Grund zur Freude, dass der TriZell weiterhin eine so bedeutende Rolle spielt.
Die Freude am Sport und die Gemeinschaft der Teilnehmer machen den TriZell zu einem besonderen Erlebnis, das weit über die Zeiten und Platzierungen hinausgeht. Hier wird Zusammenhalt gelebt, und jeder der Athleten bringt seine eigene Geschichte mit, die die Veranstaltung zu etwas Einzigartigem macht.
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