Karten, Kämpfe und Kulturerbe: Ein Tarockturnier der Extraklasse in Münzkirchen
Am 23. Oktober 2026 war das GH Wösner, Kirchenwirt in Münzkirchen, der Schauplatz eines spannenden Tarockturniers. 81 begeisterte Spieler hatten sich versammelt, um ihr Können an den Karten unter Beweis zu stellen. Es war ein wahrer Marathon, der etwa fünf Stunden in Anspruch nahm. Die Atmosphäre war elektrisierend, während die Teilnehmer um jeden Punkt kämpften – das klingt nach einem echten Duell!
Die Karten wurden gezückt und die ersten Stiche wurden gemacht. Am Ende des Tages konnte Georg Brandl aus Eferding den ersten Platz für sich beanspruchen. Mit 178 Punkten feierte er seinen ersten Turniersieg. Ein großer Moment für ihn! Johann Breidt aus St. Roman folgte mit 156 Punkten auf dem zweiten Platz, während Gerhard Kovacic aus Wels mit 147 Punkten den dritten Rang belegte. Die beste Dame des Turniers, Marianne Hintringer aus Neufelden, schnitt ebenfalls gut ab und landete auf dem 5. Platz mit 123 Punkten. Ein Hoch auf die Frauenpower im Tarock!
Ein besonderer Preis für den Letzten
Und wie das bei Wettkämpfen so ist, gibt es auch einen eher „schwachen“ Platz. Josef Böckl aus Neukirchen an der Vöckla erhielt den Gutschein für die Rote Laterne – das ist doch auch eine Art von Anerkennung, oder? So geht es beim Tarock nicht nur um Ruhm, sondern auch um Spaß und Geselligkeit.
Für alle, die das Tarockspiel lieben oder es einfach mal ausprobieren möchten, gibt es gute Nachrichten: Das nächste Turnier, das Finale vom Baumgartner Bier Tarockcup 2026, findet am 20. November 2026 um 15:00 Uhr im GH Widegger, Scherrerwirt in St. Roman statt. Ein perfekter Anlass, um sich mit Freunden zu treffen und vielleicht selbst das Kartenglück herauszufordern. Weitere Informationen sind auf www.tarockrunde-sauwald.jimdo.com verfügbar.
Tarock: Ein Spiel mit Tradition
Tarock ist weit mehr als nur ein Kartenspiel. Diese faszinierende Spielart hat eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 1425 zurückreicht. Ursprünglich in der Po-Ebene entstanden, zählt Tarock zu den ältesten, tradierten Kartenspielen der Welt. In vielen europäischen Ländern ist es ein beliebter Zeitvertreib, und in Österreich ist es sogar als Geschicklichkeitsspiel anerkannt – ganz im Gegensatz zu anderen Glücksspielarten.
Die Trümpfe, das Herzstück des Spiels, sind mit römischen oder arabischen Ziffern nummeriert und haben sich im Laufe der Jahrhunderte in ihrer Darstellung verändert. Der Narr, eine Sonderkarte, ist in den meisten mitteleuropäischen Varianten als 22. Trumpf im Spiel. Die Vielfalt an regionalen Varianten macht das Spiel umso spannender. Während in Ländern wie Frankreich und den Nachfolgestaaten der Habsburgermonarchie Tarock besonders populär ist, gibt es auch in Italien, der Schweiz, Deutschland und Dänemark eigene Spielarten.
Ein paar prominente Spieler, die das Tarockspiel liebten, sind Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Strauss (Sohn), Johannes Brahms und sogar Sigmund Freud. Wer hätte gedacht, dass so viele Größen der Musik und der Wissenschaft ihren Spaß an diesen Karten hatten? Tarock verbindet Generationen und Kulturen – und das ist es, was es so besonders macht!
