Lebendige Orte: Jenbach feiert die Europäische Mobilitätswoche mit Kreativität und Gemeinschaft
In Jenbach, einem kleinen, aber feinen Ort in Tirol, wurde die Europäische Mobilitätswoche auf ganz besondere Art und Weise gefeiert. Die Aktion „Sitzplatz statt Parkplatz“ verwandelte den Reitlingerparkplatz in einen lebendigen Raum der Begegnung und des Miteinanders. Diese Initiative hatte das Ziel, einen Ort zu schaffen, an dem die Menschen verweilen, sich austauschen und gemeinsam Zeit verbringen können – ganz ohne den Lärm und die Hektik von Autos. Ein ganz schöner Kontrast, nicht wahr?
Die Höhepunkte dieser bunten Woche waren die Umgestaltung der Josef-Mühlbacher-Straße zur „Blühenden Straße“. Hier waren die Kinder der Volksschule, des Kindergartens und der Kinderkrippe in Jenbach am Werk. Mit Blumen, Mustern und kreativen Zeichnungen brachten sie Farbe und Leben in die ansonsten graue Straße. Das Ergebnis? Ein wahrer Augenschmaus! Diese Aktion wurde vom Umwelt-, Klimaschutz- und Mobilitätsausschuss der Marktgemeinde Jenbach in Zusammenarbeit mit dem Klimabündnis Tirol organisiert. Dabei wurde deutlich, dass nachhaltige Mobilität und kinderfreundliche Gemeinden Hand in Hand gehen.
Ein autofreier Tag als krönender Abschluss
Am 22. September, dem Abschluss der Mobilitätswoche, wurde mit einem autofreien Tag ein starkes Zeichen gesetzt. Hierbei wurden Straßen für den Autoverkehr gesperrt, um Platz für Fußgänger, Radfahrer und all die anderen, die sich für nachhaltige Mobilität einsetzen, zu schaffen. Es war einfach schön zu sehen, wie der öffentliche Raum neu belebt wurde! Die Europäische Mobilitätswoche, die seit 2002 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde, findet jährlich vom 16. bis 22. September statt und bietet Kommunen in Europa eine Plattform, um nachhaltige Mobilität zu fördern.
In diesem Jahr stand die Aktion unter dem Motto „Mix and Move! – klimafreundlich mobil“. Die Idee war es, ein Bewusstsein für umweltfreundliche Transportmöglichkeiten zu schaffen und alle Generationen einzubeziehen. Über 2.500 Städte und Gemeinden in ganz Europa nahmen teil, was zeigt, wie wichtig das Thema nachhaltige Mobilität für viele ist. Dabei werden nicht nur Straßen gesperrt, sondern auch zahlreiche Veranstaltungen wie Fahrradtouren, Tanz- und Sportspiele organisiert, die alle Altersgruppen ansprechen.
Die Zukunft der Mobilität
Die Diskussionen und Veranstaltungen zur nachhaltigen urbanen Mobilität sind nicht nur ein Trend – sie sind der Schlüssel zu einer besseren Zukunft. Bei der Mobilitätswoche wird auch deutlich, dass es darum geht, Zugänglichkeit und intergenerationale Gerechtigkeit zu fördern. Jeder, egal ob jung oder alt, sollte die Möglichkeit haben, sich sicher und nachhaltig fortzubewegen, ohne auf Einkommen, Standort oder persönliche Fähigkeiten eingeschränkt zu werden. Das ist ein Ziel, das wir uns alle setzen sollten!
So geht es also weiter: Die Nationale Koordinierungsstelle bietet Unterstützung in Form von Vorlagen, Best-Practice-Beispielen und Workshops an, um Kommunen bei der Umsetzung nachhaltiger Mobilitätskonzepte zu helfen. Die Charta der EMW muss von einem gewählten Volksvertreter unterzeichnet werden, was wiederum den Gemeinden die Chance gibt, sich für den EMW-Preis zu bewerben. Der Wettbewerb ist spannend, und es bleibt abzuwarten, welche Kommune sich in diesem Jahr den Titel sichert.
In Jenbach hat die Mobilitätswoche auf jeden Fall Spuren hinterlassen. Die Blühende Straße ist nicht nur ein Zeichen für eine kinderfreundliche Gemeinde, sondern auch ein Aufruf an alle, über ihre Mobilitätsgewohnheiten nachzudenken. Ein schöner Schritt in die richtige Richtung, oder? Wer weiß, vielleicht sehen wir in Zukunft noch viele ähnliche Aktionen, die unsere Städte bunter und lebenswerter machen.
