Heute, am 26. Juni 2026, ist es soweit: Die Ausstellung „Hope moves History towards Freedom“ von Soli Kiani eröffnet in der Dominikanerkirche in Krems. Diese beeindruckende Künstlerin, 1981 in Shiraz, Iran, geboren, hat sich in Wien niedergelassen und wird als prägende Stimme der österreichischen Gegenwartskunst gefeiert. Ihre Werke thematisieren die komplexen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse im Iran. In einer Zeit, in der der Iran von massiver Unterdrückung geprägt ist, bietet Kianis Kunst einen Raum der Hoffnung und des Widerstands.

Die Dominikanerkirche wird als sakrale Architektur für die Ausstellung genutzt, was einen besonderen Rahmen für die Auseinandersetzung mit der Thematik schafft. Kiani greift in ihren Arbeiten zentrale Themen wie staatliche Gewalt, Repression und Kontrolle über den Körper auf. Ihre Bildsprache ist eindringlich und direkt, beschreibt Florian Steininger, der künstlerische Direktor der Kunsthalle Krems. Durch die Verwendung von Skulptur, Malerei und Zeichnung schafft sie einen raumgreifenden Erfahrungsraum, der zum Nachdenken anregt.

Einblicke in Kianis Werk

Ein markantes Element der Ausstellung sind die bis zu drei Meter hohen Stelen, die mit den Namen von Opfern politischer Gewalt im Iran versehen sind. Diese Stelen fungieren als Mahnmale, ihre Betonkerne und Seile symbolisieren Unterdrückung und Gewalt. Darüber hinaus finden sich großformatige Leinwände im Chor der Kirche, die Intimität, Verlust und Widerstand thematisieren. Besonders eindrucksvoll ist das zentrale Motiv: der weibliche Körper, der die Burka ablegt und damit Selbstermächtigung symbolisiert. Kiani verbindet ihre autobiografischen Perspektiven mit den universellen Menschenrechtsfragen, die im Iran allgegenwärtig sind.

Die Künstlerin hat den Iran im Jahr 2018 verlassen, nachdem sie sich dort eingeengt und kontrolliert fühlte. Sie beschreibt die Einschränkungen in ihrem Heimatland als noch strenger als die Lockdowns während der Corona-Pandemie. Die Bewegungsfreiheit, Meinungsfreiheit und sogar die Religionsfreiheit sind stark eingeschränkt, und die Kontrolle durch die Sittenpolizei ist allgegenwärtig. Die Kunst im Iran, die Kiani so sehr am Herzen liegt, ist stark reglementiert. Kritische Themen und nackte Körper sind schlichtweg verboten. Um auf die Situation im Iran aufmerksam zu machen, hat sie eine Fotoserie und Malereien kreiert, die den Schleier durch einen Müllsack ersetzen – die Serie trägt den Titel „Breathe“.

Ein Widerstand, der Hoffnung gibt

Soli Kiani ist nicht allein in ihrem Engagement. Die Proteste im Iran, die im Herbst 2022 nach dem Tod der kurdischen Frau Jina Mahsa Amini ausbrachen, haben eine Welle des zivilen Ungehorsams ausgelöst. Frauen, die ohne Kopftuch auf die Straßen gehen, sind mittlerweile in großen Städten keine Seltenheit mehr. Dies ist ein Zeichen des Wandels, auch wenn die Staatsmacht versucht, die Kontrolle durch Repression aufrechtzuerhalten. Die iranische Regierung hat in den letzten Jahren strengere Hijab-Gesetze verabschiedet und geht brutal gegen Frauen vor, die sich diesen Vorschriften widersetzen.

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Die Ausstellung von Soli Kiani, die vom 27. Juni bis 26. Oktober 2026 in der Dominikanerkirche Krems zu sehen ist, ist nicht nur ein künstlerisches Ereignis, sondern ein wichtiger Beitrag zur Diskussion über Menschenrechte im Iran. Kiani hofft, dass ihre Arbeiten dazu beitragen, das Bewusstsein für die Ungerechtigkeiten in ihrem Heimatland zu schärfen. Sie bewundert die jungen Menschen, die trotz der Gefahr auf die Straße gehen, und ist überzeugt, dass die Proteste langfristig Veränderungen bewirken können. Auch wenn der Weg dorthin steinig sein wird, ist die Hoffnung, die ihre Kunst vermittelt, unermüdlich.

Zur Ausstellungseröffnung am 26. Juni 2026 um 18:00 Uhr ist der Eintritt frei. Die Dominikanerkirche Krems, am Körnermarkt 14, 3500 Krems an der Donau, wird zum Schauplatz einer Auseinandersetzung mit der Kunst und der Realität im Iran – ein Ort, an dem Erinnerung und Transformation Hand in Hand gehen.

Diese Informationen stammen aus einer Pressemitteilung und weiteren Berichten über die Situation im Iran, die die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit diesen Themen unterstreichen.

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