Allerheiligen in Kärnten: Wo am 1. November Gräber gesegnet werden
In den Kärntner Pfarren richtet sich der Blick am 1. und 2. November auf jene, die nicht mehr da sind. Allerheiligen, das katholische Hochfest, und Allerseelen stehen im Zeichen des Gedenkens an die Verstorbenen. Kerzen flackern auf den Friedhöfen, Angehörige kommen zusammen, und in vielen Pfarren werden Gottesdienste gefeiert und Gräber gesegnet.
Auch im Bezirk Spittal an der Drau gibt es am 1. November mehrere Termine. Wer dabei sein möchte, sollte die Uhr im Auge behalten – manche Feiern beginnen bereits am Vormittag, andere am frühen Nachmittag.
Gräbersegnungen am 1. November
In Baldramsdorf beginnt um 9 Uhr die Heilige Messe, die Gräbersegnung folgt um 13 Uhr. Um 14 Uhr stehen am Stadtfriedhof Totengedenken und Gräbersegnung auf dem Programm. In Molzbichl wird ebenfalls um 14 Uhr eine Heilige Messe gefeiert, anschließend werden die Gräber gesegnet. In St. Peter in Holz beginnt die Heilige Messe um 15 Uhr, auch dort folgt die Gräbersegnung im Anschluss.
Im Bezirk Hermagor findet um 8 Uhr in St. Lorenzen eine Heilige Messe mit Gräbersegnung statt. In Förolach beginnt um 9 Uhr eine Wortgottesfeier mit Friedhofssegnung. Am Hermagor-Stadtfriedhof wird um 14 Uhr zu einem ökumenischen Gebet mit Gräbersegnung eingeladen.
Auch im Bezirk Villach reiht sich ein Termin an den nächsten: Um 9 Uhr werden in Heiligengeist und Maria Landskron Heilige Messen gefeiert, jeweils mit anschließender Gräbersegnung. In Maria Gail beginnt die Heilige Messe um 10 Uhr, in Wollanig um 13 Uhr. St. Martin folgt um 14 Uhr, jeweils mit anschließender Gräbersegnung.
Für den Waldfriedhof Mittewald-Faakersee ist 11.30 Uhr angegeben. Um 14 Uhr findet in St. Ruprecht ein weiterer Termin statt. Am Zentralfriedhof beginnt um 14.30 Uhr ein Gebet, anschließend werden die Gräber gesegnet. Am Waldfriedhof folgt um 14.45 Uhr ein Wortgottesdienst mit anschließender Gräbersegnung. In Zauchen ist 15.15 Uhr vorgesehen, in St. Ulrich 16 Uhr.
Requiem im Klagenfurter Dom
Am Montag, 2. November, wird im Klagenfurter Dom um 19 Uhr das Allerseelenrequiem gefeiert. Zelebrant ist Diözesanbischof Josef Marketz. Solisten, Chor und Orchester der Dommusik Klagenfurt übernehmen die musikalische Gestaltung, geleitet von Domkapellmeister Thomas Wasserfaller.
Aufgeführt wird das „Requiem in f-Moll“ von Heinrich Ignaz Franz Biber. Wer nicht nach Klagenfurt fahren kann oder möchte, kann die Liturgie online verfolgen: www.kath-kirche-kaernten.at/domklagenfurtlive.
Ein Fest mit langer Geschichte
Allerheiligen hat Wurzeln, die weit zurückreichen. Bereits im 4. Jahrhundert wurde am ersten Sonntag nach Pfingsten der „Herrentag aller Heiligen“ gefeiert. Das Hochfest der Ostkirche geht auf Johannes Chrysostomus zurück.
Im 7. Jahrhundert weihte Papst Bonifatius IV. das Pantheon in Rom, das zuvor allen Göttern geweiht war, der Jungfrau Maria und sämtlichen Märtyrern. Er legte den jährlichen Gedenktag der Heiligen zunächst auf den Freitag nach Ostern. Als Begründung galt, dass das Leben der Heiligen als Spiegel des Heilsgeschehens an Ostern verstanden wurde.
Papst Gregor III. nahm Allerheiligen schließlich offiziell in den Kirchenkalender auf und legte den Termin für Rom auf den 1. November. Unter Papst Gregor IV. wurde dieser Termin für alle Gebiete übernommen.
