Bergrettung im Einsatz: Mutige Retter helfen bei medizinischem Notfall in den Bergen
In der Nacht auf Montag wurde die Bergrettung in Bruck-Mürzzuschlag alarmiert. Kurz nach Mitternacht, genauer gesagt um 1.10 Uhr, ging der Notruf wegen eines medizinischen Notfalls an der Voisthalerhütte ein. Eine Frau hatte in den Bergen Probleme, was die Einsatzkräfte umgehend in Bewegung setzte. Leider konnte der Notarzthubschrauber Christophorus 17 aufgrund von starken Windverhältnissen nicht zum Einsatzort fliegen. Das machte die Sache nicht einfacher.
Stattdessen machten sich 14 mutige Einsatzkräfte der Bergrettungen Thörl, Kapfenberg und Turnau auf den Weg zur Hütte. Unter ihnen war auch ein Bergrettungsarzt, der bereit war, der verletzten Person sofortige Hilfe zu leisten. Die Bergretter:innen kämpften sich zur Hütte hoch, um die Frau zu versorgen. Letztlich wurde sie in einer Gebirgstrage bis zur Talstation der Materialseilbahn transportiert. Um 6.30 Uhr konnte die verletzte Person dann an das Rote Kreuz Bruck-Mürzzuschlag übergeben werden, bevor sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht wurde. Es war ein echter Kraftakt der Retter, der viel Zeit und Energie kostete.
Mehrere Einsätze in der Region
Doch das war nicht der einzige Einsatz für die Bergrettungen in letzter Zeit. In der vergangenen Woche wurden die Bergrettungen Bruck an der Mur und Kapfenberg zu insgesamt drei weiteren Einsätzen alarmiert. Am Montagmorgen, gegen 9.30 Uhr, musste ein weiterer medizinischer Notfall am Susannensteig versorgt werden. Hier übernahm ein Notfallsanitäter die Erstversorgung, bevor die Person an einen Rettungswagen übergeben wurde. Am Dienstag kam es dann zu einem Sturz am Susannensteig. Eine Person verletzte sich am Knöchel, die Erstversorgung erfolgte durch einen Notfallsanitäter, und der Notarzthubschrauber Christophorus 17 konnte schließlich doch noch zum Einsatz kommen. Die verletzte Person wurde über 900 Meter zum Hubschrauber transportiert – eine beeindruckende Leistung!
Sogar am Sonntag gab es einen medizinischen Notfall am Madereck, wo Einsatzkräfte die Erstversorgung übernahmen und die Person dann an den Rettungsdienst übergaben. Es ist erfreulich zu wissen, dass die neue MED-Alarmierung, die eine gezielte Alarmierung von speziell ausgebildeten Notfallsanitätern der Bergrettung ermöglicht, bei diesen Einsätzen hervorragend funktioniert hat. Das sorgt für eine schnellere medizinische Erstversorgung, was in solchen Situationen von enormer Bedeutung ist.
Bergnotfälle und ihre Hintergründe
Bergnotfälle sind kein seltenes Phänomen. Sie umfassen nicht nur Unfälle, sondern auch Erkrankungen und Evakuierungen unverletzter Personen. Interessanterweise werden Notfälle auf Schneesportabfahrten und in Bikeparks nicht erfasst. Aber die klassischen Bergunfälle, wie sie in der Statistik erfasst werden, sind vielfältig. Dazu zählen Wandern, Bergsteigen, Skitouren und vieles mehr. Auch die Bergrettung hat es mit verschiedenen Arten von Notfällen zu tun, bei denen Menschen aufgrund von Erschöpfung, Überforderung oder anderen Missgeschicken nicht mehr in der Lage sind, ihre Tour fortzusetzen oder abzubrechen. Oft sind diese Betroffenen unverletzt, aber trotzdem auf die Hilfe der Retter angewiesen.
Die Einsätze der Bergrettung zeigen einmal mehr, wie wichtig diese Organisation für die Sicherheit in den Bergen ist. In einer Region, wo die Natur so atemberaubend wie herausfordernd ist, sind engagierte Retter unverzichtbar. Ob bei einem medizinischen Notfall oder einem Sturz, die Einsatzkräfte sind bereit, alles zu geben. Es bleibt zu hoffen, dass solche Notfälle in Zukunft weniger werden und die Menschen sicherer die Schönheiten der Natur genießen können. Für die Retter heißt es: weiter hart arbeiten und stets bereit sein!
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