Am Donnerstag, dem 18. Juni 2026, ereignete sich auf der Schnellstraße S6 im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag ein dramatischer Vorfall. 27 Kinder und ihre Betreuer, die auf dem Weg zu den „United World Games“ in Kärnten waren, mussten aus einem brennenden Bus gerettet werden. Das Feuer brach im Heckbereich des Reisebusses aus, während das Fahrzeug bei Straßenkilometer 46,250 unterwegs war. Insgesamt waren 33 Passagiere an Bord, und glücklicherweise konnten alle rechtzeitig evakuiert werden.

Die aufregende Reise begann für die jungen Sportler, Volleyballspielerinnen und Fußballer aus der Türkei, die alle unter 13 Jahre alt sind, als sie von ihrer Heimat nach Wien flogen und dort in einen ungarischen Reisebus umstiegen. Trotz des Schrecks durch den Brand, der vermutlich durch ein technisches Gebrechen im hinteren Bereich des Fahrzeugs ausgelöst wurde, nahmen die Kinder am Freitag an der Eröffnung der Jugendspiele im Wörtherseestadion teil. Organisatorin Elisabeth Puschan bestätigte, dass alle Kinder fit und spielfähig waren.

Einsatzkräfte und Brandursache

Die Alarmierung für den Einsatz war unter dem Stichwort „B08 – LKW-Brand“ erfolgt. Feuerwehr, Rettung und Polizei waren schnell vor Ort. Die Feuerwehr Krieglach und Langenwang übernahmen die Löscharbeiten, die sich aufgrund der starken Rauchentwicklung als anspruchsvoll gestalteten. Nach rund einer Stunde konnte „Brand aus“ gegeben werden. Die genaue Brandursache bleibt jedoch unbekannt, was die Situation zusätzlich erschwert. Die Einsatzkräfte evakuierten alle Insassen rechtzeitig, und es gab glücklicherweise keine Verletzten.

Die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal wurden im Rüsthaus Langenwang betreut, während ein Ersatzbus der Firma Mürzreisen die Gruppe nach Klagenfurt transportierte. Die S6 wurde in Fahrtrichtung Klagenfurt für mehrere Stunden vollständig gesperrt, was zu einem erheblichen Verkehrsaufkommen führte. Ein Fahrstreifen konnte jedoch um 17:45 Uhr wieder freigegeben werden, sodass die Bergung des beschädigten Reisebusses fortgesetzt werden konnte.

Brandsicherheit im Busverkehr

Der Vorfall wirft auch Fragen zur Brandsicherheit in Bussen auf. Brandexperten der BAM (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung) haben festgestellt, dass Brände in Bussen oft im Motorraum entstehen und auf den Fahrgastbereich übergreifen können. Dabei sind Kunststoffe, die in Bussen verarbeitet werden, häufig die Hauptbrandlast. Diese Materialien unterliegen geringeren Anforderungen an die Brandsicherheit im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern wie Bahn oder Luftfahrt. Das bedeutet, dass die Sicherheitsstandards für Busse, die teils seit den 60er Jahren bestehen, dringend überarbeitet werden müssen.

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Die BAM hat Empfehlungen zur Verbesserung der Brandsicherheit in Bussen erarbeitet, darunter die Installation von Rauchmeldern in nicht einsehbaren Bereichen und die Einführung von Motorlöschanlagen. Nach dem schweren Busbrand von 2008, bei dem es zu Todesfällen kam, wurde die Notwendigkeit solcher Maßnahmen umso deutlicher. Rund 80 Prozent der Busbrände entstehen im Motorraum, was die Dringlichkeit unterstreicht, auch hinsichtlich der verwendeten Materialien und deren Entflammbarkeit.

Die Tatsache, dass die jungen Sportler trotz des Schreckens und des dramatischen Vorfalls in der Lage waren, ihre Wettkämpfe mit Bravour zu bestreiten, ist ein kleiner Lichtblick. Die United World Games äußerten Erleichterung über den Ausgang des Vorfalls und die positive Erfahrung der jungen Sportler. Die türkischen U-13-Fußballer von Atasehir Bahcesehir und die Volleyballspielerinnen schafften es beide, in ihrer Gruppe den zweiten Platz zu erreichen und zogen ins Viertelfinale ein. Eine bemerkenswerte Leistung, die zeigt, dass sie sich nicht von diesem Erlebnis aus der Bahn werfen ließen.

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