Abschlussfeier der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft Burgstall-St. Martin 2026
Heute, am 5. Juli 2026, versammelten sich die Absolventinnen und Absolventen der Abschlussklasse 2026 der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft Burgstall-St. Martin zu einer feierlichen Verabschiedung im malerischen Schloss Burgstall in Deutschlandsberg. Direktorin Maria Haring-Weigl begrüßte die stolzen Absolventen inmitten von Familie, Freunden und Gästen und sprach mit bewegenden Worten über die Herausforderungen und Erfolge, die die jungen Menschen auf ihrem Weg zur Weiterbildung gemeistert haben.
Ein ganz besonderer Moment war die Übergabe des Facharbeiterbriefes für ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement. Dieser wichtige Abschluss wurde von Haring-Weigl, Klassenvorständin Claudia Klug, Zweitem Landtagspräsidenten Werner Amon, Gemeindekassierin Marlies Schuster und Landwirtschaftskammer-Obmann Christian Polz überreicht. Ein Moment, der nicht nur mit Stolz, sondern auch mit vielen Emotionen verbunden war, da die Absolventen auf eine intensive Zeit zurückblicken konnten.
Zusätzliche Berufe und Praktika
Die Feierlichkeiten beinhalteten auch eine Präsentation der Zusatzausbildungen, die die Absolventen während ihrer Zeit an der Fachschule absolviert hatten. Diese Zusatzqualifikationen, darunter Officeassistenz, Bürofachkraft im medizinischen Bereich, Heimhilfe und Kinderbetreuung, wurden durch kreative Darbietungen auf der Bühne eindrucksvoll vorgestellt. Die Teilnehmer berichteten zudem von ihrem 14-tägigen Auslandspraktikum in Italien, das durch die engagierte Lehrerin Maria Walcher unterstützt wurde. Solche Praktika sind ein entscheidender Teil der Ausbildung, wie auch Werner Amon betonte, der die Bedeutung von Erasmus+ hervorhob und die Steiermark als ein erfolgreiches Erasmus-Bundesland lobte.
Direktorin Haring-Weigl erwähnte auch die individuellen Wege, die viele Absolventen einschlagen werden. So werden beispielsweise sieben Schülerinnen nach Klagenfurt pendeln, um dort ihre Ausbildung fortzusetzen. Weitere Ausbildungswege bieten die Möglichkeit, einen Aufbaulehrgang für Elementarpädagogik zu besuchen, in Handelsakademien zu studieren oder Ausbildungen im Bereich Gesundheit und Krankenpflege zu beginnen. Die Ausbildung an der Fachschule bietet eine breite Palette an beruflichen Perspektiven.
Vielfältige Ausbildungsangebote
Die Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft in Burgstall-St. Martin ist nur eine von etwa 70 Ausbildungsstätten für land- und forstwirtschaftliche Bildung in Österreich. Diese Schulen, die Teil der berufsbildenden mittleren Schulen sind, konzentrieren sich nicht nur auf die fachliche Ausbildung, sondern auch auf die persönliche Entwicklung der Jugendlichen. Die Dauer der Ausbildung beträgt in der Regel drei bis vier Jahre und beginnt meist nach der 8. Schulstufe.
Die Absolventen sind somit bestens vorbereitet, um verantwortungsvolle Tätigkeiten in verschiedenen Berufsfeldern zu übernehmen, sei es in Gesundheit und Soziales, im Tourismus oder im Büro- und Handelsbereich. Besonders bemerkenswert ist, dass die Ausbildung den Absolventen die Möglichkeit bietet, bis zu 12 Lehrmonate in verschiedenen Lehrberufen, wie beispielsweise als Bürokaufmann/frau oder Hotel- und Gastgewerbeassistent/in, ersetzt zu bekommen. Diese Regelungen bieten den jungen Menschen einen starken Einstieg in das Berufsleben.
Das gesetzliche Ausbildungsziel dieser Fachschulen ist die selbstständige Führung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes oder Haushaltes. Darüber hinaus erlernen die Schüler und Schülerinnen wichtige Schlüsselkompetenzen, die in vielen Lebensbereichen von Bedeutung sind. Durch die enge Kooperation mit dem Landwirtschaftsministerium wird sichergestellt, dass die Ausbildungsinhalte stets den aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarktes entsprechen.
Insgesamt zeigt die Abschlussfeier der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft in Burgstall-St. Martin, wie wichtig diese Ausbildung für die Zukunft der Absolventen ist, und sie gibt einen kleinen, aber feinen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten, die sich den jungen Menschen in der Region bieten.
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