In der kleinen Stadt Deutschlandsberg hat sich die Hündin Coco zu einer wahren Sensation entwickelt. Diese entzückende Therapiebegleithündin ist an der Mittelschule im Einsatz und hat bereits die Herzen der Schüler erobert. Coco hat zusammen mit ihrem Trainer Patrik Schella im letzten Schuljahr ein Praktikum absolviert und ist seit Dezember ein staatlich zertifiziertes Therapiebegleithunde-Team. Diese kleine Fellnase wird nicht nur in der Schule, sondern auch in Seniorenheimen und Rehakliniken eingesetzt. Einige Klassen der Mittelschule haben bereits an einer speziellen „Hundestunde“ teilgenommen, in der den Schülern der richtige Umgang mit Hunden beigebracht wird. Und das Beste? Coco kommt sogar im Englischunterricht zum Einsatz, um den Schülern bei Schularbeiten und Tests zu helfen. So wird das Lernen gleich viel entspannter!
Doch wie wird man eigentlich Therapiebegleithund? Nun, die Ausbildung ist kein Spaziergang im Park, sondern umfasst mindestens 60 Stunden Theorie und ebenso viele Stunden Praxis. Die Dauer der Ausbildung kann zwischen sechs und zwölf Monaten variieren, je nach Vorkenntnissen und individueller Zeiteinteilung. Während der Ausbildung, die berufsbegleitend erfolgt, gibt es sowohl theoretische als auch praktische Prüfungen. Theoretischer Unterricht wird in Absprache mit den Teilnehmern organisiert, während die praktischen Einheiten meist sonntags stattfinden. Es wird darauf geachtet, dass die Ausbildung in kleinen Gruppen erfolgt, um individuelle Betreuung und gezielte Förderung zu gewährleisten. Details zur Ausbildung werden vor Beginn in einer Informationsveranstaltung erläutert. Das Ziel? Eine optimale Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Ausbildung!
Cocos Arbeit als Therapiehund
Was genau macht Coco, wenn sie im Einsatz ist? Therapiebegleithunde arbeiten stets im Zusammenspiel mit ihrem Menschen und, wenn notwendig, auch mit Fachleuten. Interessanterweise muss der Therapiehundeführer nicht zwingend in einem therapeutischen oder pädagogischen Beruf tätig sein, kann aber mit Fachkräften zusammenarbeiten. Diese Hunde sind nicht nur für eine bestimmte Person gedacht, sie leben mit ihrem Therapiehundeführer zusammen und agieren als Team in Einzel- oder Gruppensettings. Coco fungiert dabei als „Co-Therapeut“ und unterstützt körperliche, seelische, geistige und soziale Prozesse in den unterschiedlichsten Bereichen der Therapie und Pädagogik.
Die Ausbildung von Therapiebegleithunden ist in Deutschland nicht geregelt, was bedeutet, dass es keine verbindlichen Qualitätsstandards gibt. Das birgt Chancen, aber auch Risiken. Laien können oft unseriöse Angebote nicht erkennen, denn Begriffe wie „Therapiebegleithund“, „Therapiehundeteam“ und „Fachkraft für tiergestützte Therapie“ sind nicht geschützt. Weiterbildungseinrichtungen legen eigene Prüfungsordnungen und Curricula fest, was die Wahl des richtigen Ausbildungsweges für Interessierte erschweren kann. Man sollte sich also gut informieren, bevor man sich auf den Weg macht, einen Therapiehund auszubilden.
Coco zeigt, wie wertvoll die Arbeit von Therapiebegleithunden ist – und das nicht nur im Klassenzimmer. Ihre Präsenz bringt Freude und Entspannung in den Schulalltag, fördert soziale Interaktionen und hilft den Schülern, ihre Ängste abzubauen. Die kleinen, flauschigen „Co-Therapeuten“ sind oft der Schlüssel zu einem besseren Lernumfeld. Und das ist einfach nur schön zu sehen!