Am 26. Juni 2026 war es endlich so weit: Zwei verdiente Mitglieder des Kameradschaftsbundes Stainz wurden für ihre herausragenden Leistungen geehrt. Bei einer monatlichen Vorstandssitzung überreichte Obmann Franz Hopfgartner die Ehrennadel des Landesverbandes Steiermark in Silber mit Eichenlaub an Kommandant Johann Pitter und Siegfried Bohinz. Ein wahrhaft feierlicher Moment, der nicht nur für die beiden Geehrten, sondern auch für die gesamte Gemeinschaft von großer Bedeutung war.

Siegfried Bohinz, der an diesem Tag auch seinen 82. Geburtstag feierte, blickt auf ein beeindruckendes Leben zurück. Aufgewachsen in Rossegg, hat er nicht nur die Schulpflicht in St. Stefan absolviert, sondern auch den Steinmetz-Beruf bei der Firma Pfeifer in Mooskirchen erlernt. Seine Zeit beim Bundesheer als Garde-Musiker und als Kraftfahrer bei EHP Frauental bis zur Pensionierung im Jahr 2000 sind weitere Meilensteine in seiner Karriere. Bohinz ist nicht nur ein aktives Mitglied in zehn Verbänden des Kameradschaftsbundes, sondern engagiert sich auch in der Freiwilligen Feuerwehr Rossegg. Neben seiner Familie, zu der Tochter Michaela und die Söhne Wolfgang und Martin Reiterer gehören, widmet er sich leidenschaftlich der Garten- und Landschaftspflege.

Johann Pitter und seine Wurzeln

Johann Pitter, geboren am 19. Juni 1961 in Graz, hat ebenfalls viel erreicht. Aufgewachsen in Grafendorf, absolvierte er die Volksschule in Stainztal, die Hauptschule und die Polytechnische Schule in Stainz. Nach seiner Ausbildung als Stahlbauschlosser verbrachte er seine gesamte berufliche Laufbahn bei der Österreichischen Post AG im Bereich Bahnpost, bis er in den wohlverdienten Ruhestand ging. Pitter ist Hauptfeuerwehrmann in der Freiwilligen Feuerwehr Grafendorf und hat sich auch als Fußballspieler in Stainztal sowie in Stainz und Deutschlandsberg einen Namen gemacht. Er lebt mit seiner Lebensgefährtin Gabriele Wölkart und ist Vater von Tochter Carina und Sohn Christoph.

Die Ehrungen, die Pitter und Bohinz erhalten haben, sind Teil einer langen Tradition im österreichischen Feuerwehrwesen. Diese Auszeichnungen haben nicht nur eine hohe Bedeutung, sondern auch eine interessante Geschichte. Sie reichen bis ins Jahr 1905 zurück, als die erste „Ehrenmedaille für fünfundzwanzigjährige verdienstliche Tätigkeit“ vom Kaiser gestiftet wurde. Die häufigste Auszeichnung wird für langjährige Tätigkeiten im Rettungs- und Feuerwehrwesen verliehen, und es gibt zahlreiche Stufen, die auf die Mitgliedschaft in Freiwilligen- oder Betriebsfeuerwehren hinweisen. Die Anerkennung für diese außergewöhnlichen Leistungen ist ein wichtiger Bestandteil der Feuerwehrkultur in Österreich, nicht nur in den Städten, sondern auch in den ländlichen Regionen.

Insgesamt spiegeln die Ehrungen von Johann Pitter und Siegfried Bohinz das Engagement und die Hingabe wider, die viele Menschen in die Feuerwehr und die Gemeinschaft stecken. Es sind solche Momente, die zeigen, wie wichtig der Zusammenhalt und die Anerkennung von Leistungen in einer Gesellschaft sind. Das Feuerwehrwesen ist nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Leidenschaft – für viele ein Lebensweg, der mit Stolz und Hingabe gegangen wird. Mehr Informationen zu den Auszeichnungen im österreichischen Feuerwehrwesen finden Sie in diesem Artikel.

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