Kräutertage in Deutschlandsberg: Ein Fest der Sinne für junge Entdecker
Am vergangenen Wochenende fanden in Deutschlandsberg die Kräutertage statt, ein Event, das die Sinne verzauberte und die Neugier junger Leute weckte. Rund 300 Jugendliche aus dem Bezirk Deutschlandsberg strömten in die Fachschule Burgstall in Wies, um mehr über die wunderbare Welt der Kräuter zu erfahren. Die Veranstaltung fand in der malerischen Kulisse des Schlossgartens und in den historischen Schulgebäuden statt. Hier wurde nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch ein Stück Natur erlebbar gemacht.
Teilnehmende Mittelschulen aus Deutschlandsberg, Groß St. Florian, Gleinstätten, Wies und der Musik-Mittelschule Eibiswald waren mit dabei. Einige Schüler kamen mit Zug, andere mit dem Bus oder sogar zu Fuß – die Begeisterung war in der Luft spürbar. Unterstützt wurde das Projekt von mehreren Apotheken sowie einer Versuchsstation für Spezialkulturen, die ihr Know-how einbrachten. Die Workshops behandelten spannende Themen wie Heilpflanzen und Gewürzkräuter. Hierbei lernten die Schüler nicht nur deren Verwendung in der Küche, sondern auch in der Medizin kennen.
Ein Erlebnis für alle Sinne
Einer der Höhepunkte war die Möglichkeit, eigene Teemischungen zu kreieren und zu verkosten. Die Christophorus Apotheke hatte dafür ganze 17 Kilo Tee gesponsert! Die Zutaten waren vielfältig und schmackhaft: Lindenblüte, Hagebutte, Zitronenmelisse, Spitzwegerich, Hibiskusblüte, Thymian und Hollerblüte – da lief einem das Wasser im Mund zusammen. Eine Station zur Sinneswahrnehmung erlaubte es den Schülern, Düfte zu erkennen und den frisch zubereiteten Tee zu schmecken. Das war nicht nur lehrreich, sondern auch richtig spaßig!
Die Schüler der Fachschule Burgstall übernahmen die Rolle der Guides und führten die Gäste durch die verschiedenen Stationen. Sie waren bestens vorbereitet und konnten ihr Wissen über die Pflanzen und deren Anwendung in der Heilkunst anschaulich vermitteln. Projektkoordinatorinnen Anna Zirngast und Maria Walcher, beide ausgebildete Kräuterpädagoginnen, waren mit viel Engagement dabei. Auch Heilkräuter-Coach Ernst Frühmann stellte interessante Pflanzen wie Efeu, Schwarzen Holunder und Brombeere vor. Bei so viel geballtem Wissen konnte man nur staunen!
Nachhaltigkeit im Fokus
Ein wesentliches Merkmal der Veranstaltung war das Thema Nachhaltigkeit. Die Teilnehmer erhielten nicht nur ein Erlebnisheft, sondern auch eine Pflanze zum Mitnehmen. Diese Pflanzen wurden in Töpfchen aus altem Zeitungspapier gesetzt – ja, richtig gehört! Mit Wolle als Dünger und Wasserspeicher wurde das Prinzip der Nachhaltigkeit hier eindrucksvoll umgesetzt. Es war schön zu sehen, wie die jungen Leute mit Freude und Enthusiasmus an den Workshops teilnahmen und gleichzeitig etwas über den respektvollen Umgang mit der Natur lernten.
Solche Projekte zeigen, wie wichtig es ist, das Wissen über unsere Umwelt und deren Ressourcen weiterzugeben. Und es ist nicht nur ein Trend – es ist eine Notwendigkeit. Die Kräutertage in Deutschlandsberg waren definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, um das Bewusstsein für die Natur zu schärfen und die Liebe zur Pflanzenwelt zu fördern. Wer weiß, vielleicht sind die nächsten Kräuterpädagogen unter diesen aufmerksamen Schülern zu finden!
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