Schulfusion in Ehrenhausen: Bürgermeister Zweytick kämpft um Entscheidung
Heute, am 2. Juli 2026, ist in der Gemeinde Ehrenhausen einiges los. Bürgermeister Hannes Zweytick steht vor der Bildungsdirektion, um wichtige Unterlagen für die Zusammenlegung der beiden Volksschulen in Ehrenhausen und Retznei nachzureichen. Es ist eine nervenaufreibende Situation, die viele Eltern und Lehrkräfte in der Region beschäftigt. Unterlagen wie sicherheitstechnische Maßnahmen und Brandschutzvorgaben müssen jetzt vorgelegt werden, um die Fusion zu ermöglichen. Ein rechtmäßig zusammengesetzter Schulausschuss, der momentan nicht existiert, gehört ebenfalls dazu. Zweytick ist optimistisch, dass alles rechtzeitig nachgereicht werden kann.
Die Entscheidung über die Zusammenlegung könnte bereits zu Beginn der nächsten Woche fallen. Der Druck auf das Land und die Bildungsdirektion wächst, denn die finanzielle Lage der Gemeinde ist angespannt. Im Jahr 2025 musste die Gemeinde für den Schulbetrieb in Retznei rund 112.000 Euro aufbringen, und für 2026 rechnet sie mit etwa 90.000 Euro. Das sind keine kleinen Summen!
Politische Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten
Nach der letzten Gemeinderatssitzung am Montagabend hat die Diskussion an Fahrt aufgenommen. Die Bürgerliste, die SPÖ und die FPÖ drängen darauf, den Fusionsbeschluss aufzuheben und erneut abstimmen zu lassen. Die ÖVP-Fraktion hat vor der Abstimmung den Saal verlassen, was bedeutet, dass der Gemeinderat nicht mehr beschlussfähig war. Das hat natürlich für Aufregung gesorgt. SPÖ-Bildungssprecherin Chiara Glawogger hat die ÖVP für das „Schulchaos“ und die Schließung der ausgezeichneten Schule in Retznei kritisiert. Auch NEOS-Klubobmann Niko Swatek sieht das Vorgehen der ÖVP als „bildungspolitisch verantwortungslos“ und fordert Bildungslandesrat Stefan Hermann zur Verantwortung.
Veronika Nitsche von den Grünen bezeichnet das Verhalten der Bürgermeister-Fraktion als „demokratiepolitische Farce“. Für Eltern, Kinder und Lehrkräfte bleibt die Situation unklar. Wo wird im Herbst unterrichtet? Das sind Fragen, die viele umtreiben und auf Antworten warten.
Die Situation im Bild
Die Fusion von Schulen ist kein Einzelfall in Österreich. Immer wieder stehen Gemeinden vor der Herausforderung, ihre Bildungseinrichtungen an die finanzielle Realität anzupassen. Oft sind es nicht nur die Zahlen, die zählen. Es geht um die Zukunft von Kindern, die in den Schulen unterrichtet werden. Es geht um Gemeinschaft, Identität und das Gefühl, einen Ort zu haben, an dem man sich wohlfühlt. Die Diskussionen in Ehrenhausen sind nicht nur lokal, sie spiegeln ein größeres Thema wider, das viele Gemeinden in Österreich betrifft. Die Frage, wie Bildung gestaltet wird, während die Mittel begrenzt sind, bleibt eine Herausforderung, die Lösungen erfordert.
Weitere Informationen finden Sie auf ORF Steiermark.
Es bleibt abzuwarten, wie die Bildungsdirektion auf die eingereichten Unterlagen reagieren wird. Der Druck ist hoch, und die nächsten Tage werden entscheidend sein.
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