Heute ist der 16.07.2026 und in Deutschlandsberg sind die Menschen schockiert über einen erschreckenden Vorfall, der sich in der Nacht auf Donnerstag ereignet hat. Unbekannte Täter haben die Statuen der Kreuzigungsgruppe an der Außenwand der Pfarrkirche beschädigt. Es handelt sich um Figuren, die Maria, Johannes und Maria Magdalena darstellen. Diese Heiligenfiguren, die bereits im Jahr 1780 errichtet wurden, erlebten 2013 eine aufwendige Sanierung, die rund 9000 Euro kostete. Nun sind sie nicht mehr als ein trauriges Überbleibsel, nachdem die Täter sie aus ihren Wandhalterungen gerissen und vom Podest geworfen haben. Der Aufprall hat nicht nur die Figuren selbst, sondern auch die Herzen der Gläubigen getroffen.

Die Zerstörung hat schwere Schäden an den Köpfen und Armen der Statuen verursacht. Der genaue Umfang des Schadens kann derzeit noch nicht beziffert werden – ein Restaurator muss die Figuren erst begutachten. István Holló, der Leiter des Seelsorgeraums Schilcherland, hat bereits auf Facebook über den Vorfall berichtet und um Mithilfe gebeten. Sein Beitrag wurde über 500 Mal geteilt und zeigt, wie sehr die Gemeinde hinter ihren Kulturgütern steht.

Vandalismus in der Vergangenheit

Wie Holló anmerkt, gab es bereits vorherige Vandalismusakte, jedoch nicht in dieser Intensität. Eine solche Zerstörung, die die kulturelle Identität der Gemeinde angreift, lässt nicht nur die Hintergründe des Verhaltens der Täter fragen, sondern auch die Frage aufkommen, wie wir als Gesellschaft mit solchen Vorfällen umgehen. Die Polizei Deutschlandsberg hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Wer etwas gesehen oder gehört hat, kann sich telefonisch unter 059 133/6100 an die Polizeiinspektion Deutschlandsberg wenden.

Die Bedeutung dieser Figuren für die Gemeinde ist nicht zu unterschätzen. Sie sind nicht nur Kunstwerke, sondern auch ein Teil der Geschichte und Identität von Deutschlandsberg. Die Statuen ziehen nicht nur Gläubige, sondern auch Touristen an, die die Schönheit der Kirche und ihrer Umgebung bestaunen möchten. Ein Verlust dieser Art wäre nicht nur ein finanzieller, sondern auch ein kultureller und emotionaler Verlust.

Gemeinschaft zeigt Zusammenhalt

Die Reaktionen innerhalb der Gemeinde sind gemischt: Traurigkeit, Wut und auch Entschlossenheit, sich gegen solche Taten zu wehren. Hollós Aufruf auf Facebook hat nicht nur eine Welle der Solidarität ausgelöst, sondern auch ein starkes Zeichen gesetzt. Die Menschen sind bereit, ihre Stimmen zu erheben und zu zeigen, dass sie ihre Kultur und Geschichte schützen möchten. Ein solches Engagement ist wichtig, um die Gemeinschaft zu stärken und die kulturellen Werte hochzuhalten.

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In einer Zeit, in der die Gesellschaft oft von Spaltung geprägt ist, zeigt dieser Vorfall, wie bedeutend der Zusammenhalt ist – auch im Angesicht von Vandalismus und Zerstörung. Die Statuen der Kreuzigungsgruppe mögen physisch beschädigt sein, doch die Seele der Gemeinde bleibt stark. Vielleicht wird dieser Vorfall auch als Anstoß dienen, um mehr für den Erhalt kultureller Werte zu tun und die Gemeinschaft noch enger zusammenzubringen.

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