Abschied und Neuanfang: Pfarrer Windischs letzte Messe und sein Engagement in Tansania
Ende Juni war es soweit: Pfarrer Mag. Josef Windisch feierte seine letzte Heilige Messe im Pflegewohnhaus in Fernitz. Ein emotionaler Moment, nicht nur für ihn, sondern auch für die Bewohner und Mitarbeiter, die ihn über die Jahre kennengelernt haben. Diakon Hans Hofer war ebenfalls anwesend, was die Bedeutung des Tages unterstrich. Windisch nahm sich Zeit, um sich von jedem Einzelnen zu verabschieden – eine Geste, die von vielen als sehr berührend empfunden wurde. Hausleiter Josef Kurzmann würdigte Windischs langjähriges Wirken und seine Hingabe, die er nicht nur den Bewohnern, sondern auch dem gesamten Team entgegenbrachte.
Es war eine humorvolle Messe, die zum Nachdenken anregte, wie Kurzmann es treffend formulierte. Der Gesang des Chors aus Wundschuh, geleitet von Dietlinde Eleonore Kundigraber, verlieh der Zeremonie eine besondere Note. Kundigraber, die viele Jahre als Religionslehrerin tätig war und zahlreiche Chöre leitete, sorgte für eine musikalische Umrahmung, die vielen Anwesenden in Erinnerung bleiben wird. Als Abschiedsgeschenk bekam Windisch ein von den Bewohnern gestaltetes Tonkunstwerk – eine schöne Geste, die seine Zeit im Pflegewohnhaus symbolisiert.
Ein schwerer Abschied
Der Abschied fiel den Bewohnern alles andere als leicht. Viele von ihnen hatten eine enge Bindung zu Windisch aufgebaut. Die freiwilligen Helfer, darunter Resi Krisper, Ruth Meister, Werner Haindl, Hans Schrek sowie Maria und Josef Prassl, wurden ebenfalls für ihren unermüdlichen Einsatz geehrt. Dank ihnen wurde die Veranstaltung zu einem würdigen Abschied, der Windischs Herzenswünsche in den Mittelpunkt stellte.
Am Ende Juli wird Windisch nach Tansania aufbrechen, um sein Projekt „P.A.P.A.-Bridge“ weiterzuführen. Dieses Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, jungen Menschen in Tansania eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Rund 350 Jugendliche haben bereits eine Ausbildung in Berufen wie Koch, Tischler, Schneider, Maurer oder Elektriker absolviert. Die Verbindung zwischen der Pfarre Fernitz und Kilema in Tansania soll weiterhin bestehen bleiben, was zeigt, wie nachhaltig Windischs Engagement ist. Gemeinsam mit Pater Aidan, DI Walter Koch und Claudia Gschanes hat er das Projekt über viele Jahre weiterentwickelt. Das erfordert viel Ausdauer, Engagement und Leidenschaft – Eigenschaften, die Windisch in Hülle und Fülle mitbringt.
Freiwilligenarbeit in Tansania
Tansania zeigt sich als ein Ort, an dem Freiwilligenarbeit nicht nur notwendig, sondern auch bereichernd ist. Hier gibt es viele Möglichkeiten, sich zu engagieren – sei es im medizinischen Bereich, beim Unterrichten oder in Community-Projekten. Beliebte Hotspots für Freiwilligenarbeit sind Sansibar, Arusha und Dar es Salaam. Dort helfen Freiwillige nicht nur in Schulen, sondern auch in Kliniken oder beim Naturschutz. Die besten Reisezeiten sind in der Regel von Juni bis Oktober, wenn die Trockenzeit herrscht.
Die Lebenshaltungskosten sind relativ niedrig, etwa 20 bis 30 US-Dollar pro Tag für persönliche Ausgaben – zuzüglich der Programmgebühren und Flüge. Mediziner sind in ländlichen Gebieten besonders gefragt, wo es oft an Ressourcen mangelt. Aufgaben umfassen die Begleitung von Visiten, Basismaßnahmen und Präventionsarbeit in Gemeinden und Schulen. Auch Meeresschutzprojekte, wie die Wiederaufforstung von Mangroven oder das Riff- und Seegras-Monitoring, sind wichtige Aspekte der Freiwilligenarbeit. Wer also an einem solchen Engagement interessiert ist, sollte sich gut vorbereiten und die notwendigen Unterlagen wie ein polizeiliches Führungszeugnis und Gesundheitsnachweise mitbringen.
Die vielseitigen Möglichkeiten in Tansania laden dazu ein, nicht nur Hilfe zu leisten, sondern auch selbst zu lernen und zu wachsen. Windischs bevorstehende Reise wird sicherlich viele positive Auswirkungen haben, sowohl für die Jugendlichen in Tansania als auch für ihn selbst. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich seine Projekte entwickeln und welche neuen Ideen dabei entstehen.
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