Heute ist der 3.07.2026, und wir schauen uns mal an, wie sich die Demografie in der Steiermark entwickelt hat. Ja, die Zahlen sind zwar nicht berauschend, aber sie erzählen eine spannende Geschichte. 2025 wurde in der Steiermark ein Bevölkerungswachstum von nur 48 Personen verzeichnet. Das macht insgesamt 1.271.764 Einwohner. Dabei ist das Wachstum vor allem im Grazer Zentralraum zu finden. Wenn wir uns die einzelnen Bezirke ansehen, bemerken wir, dass nur drei von ihnen – Graz, Graz-Umgebung und Leibnitz – ihre Bevölkerung erhöhen konnten. Ein Blick auf die anderen zehn Bezirke zeigt, dass diese tatsächlich Einwohner verloren haben. Besonders betroffen sind Bruck-Mürzzuschlag, Murau und Leoben.

Ein bisschen genauer schaut es so aus: Graz hat um 1.657 Personen zugenommen, was einem Plus von 0,54 % entspricht und die Stadt auf 306.971 Einwohner bringt. Graz-Umgebung hingegen verzeichnete den höchsten relativen Zuwachs mit 1.002 Personen und einem Anstieg von 0,61 % auf insgesamt 165.656 Einwohner. Die Gründe für das Wachstum sind vielfältig. Graz wächst hauptsächlich durch Zuwanderung aus dem Ausland, während Graz-Umgebung von der Abwanderung aus der Stadt profitiert. Das zeigt sich auch im positiven Wanderungssaldo von Graz-Umgebung gegenüber Graz, das mit 1.185 Personen zu Buche schlägt.

Suburbanisierung und internationale Zuwanderung

Die Wanderungsbewegungen sind dabei alles andere als eindimensional. Die Zuwanderung aus anderen Bundesländern hält sich in Grenzen: Oberösterreich (+57), Kärnten (+37) und Niederösterreich (+34) zeigen einige Zuwächse. Aber die negativen Wanderungssalden, vor allem gegenüber Leibnitz (-123) und Wien (-111), werfen ein wenig Schatten auf das Bild. Ein interessanter Trend ist die Suburbanisierung von Graz-Umgebung in die Bezirke Leibnitz, Deutschlandsberg und Voitsberg. Auch die internationale Zuwanderung spielt eine große Rolle, besonders in Graz-Umgebung, wo 341 Personen zu verzeichnen waren – hauptsächlich aus der Ukraine (+279). Weitere Zuwanderungen kamen aus Deutschland (+62) und China (+30).

Allerdings gibt es auch negative Wanderungssalden bei österreichischen Staatsbürgern (-59) und anderen Nationalitäten. Die größten Zuwächse unter den ukrainischen Staatsbürgern gab es in Gratkorn (+58) und Lieboch (+41). Wenn man sich die Wanderung von Graz nach Graz-Umgebung ansieht, dann sind Kalsdorf bei Graz (+181) und Feldkirchen bei Graz (+179) die Hauptakteure.

Die Obersteiermark im Rückgang

Die Obersteiermark bleibt in dieser Hinsicht ein Sorgenkind, verliert weiterhin Bevölkerung. Hier sind die Hauptursachen die Überalterung und die Abwanderung junger Menschen. Das ist ein langfristiger Trend, der sich immer deutlicher abzeichnet: Während der Grazer Zentralraum wächst, geht es in der übrigen Steiermark bergab. Diese großen regionalen Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung sind alarmierend und zeigen auf, wie differenziert die Situation in der Steiermark tatsächlich ist.

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Eine interessante Ergänzung zu den Wanderungsstatistiken ist die Einführung der Cell-Key-Methode, die ab dem Berichtsjahr 2025 zur Geheimhaltung angewandt wird. Diese Methode verändert die Daten leicht, indem kleinen Fallzahlen Überlagerungswerte zugewiesen werden. Dadurch kann es vorkommen, dass die veröffentlichten Zahlen von den tatsächlichen Werten abweichen. Die Wanderungsstatistik zählt An- und Abmeldungen gemäß dem Bundesmeldegesetz und umfasst alle innerdeutschen Umzüge über Gemeindegrenzen sowie Zu- und Fortzüge ins Ausland. Jeder Um-, Zu- und Fortzug wird erfasst, Mehrfachumzüge innerhalb eines Berichtsjahres inklusive.

Die Ergebnisse werden normalerweise dreieinhalb Monate nach dem Ende des Berichtsmonats veröffentlicht, wobei vorläufige Jahresergebnisse im April des Folgejahres erscheinen und die endgültigen im Juli. Es ist wichtig zu beachten, dass zwischen vorläufigen und endgültigen Ergebnissen unterschieden wird, da letztere geringfügig von den ersten abweichen können.

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