Heute ist der 8.05.2026, und in Graz gibt es Grund zur Freude! Der neue Bezirkssportplatz, der Gertie-Pakesch-Kaan-Park, wurde feierlich eröffnet. Hier dreht sich alles um Sport, Bewegung und die Freizeitgestaltung der Gemeinschaft. SportStadtrat Kurt Hohensinner hat bei der Eröffnung betont, dass es sich bei diesem Projekt nicht um ein Prestigeprojekt handelt, sondern um ein wichtiges Angebot für die Menschen in der Umgebung. Das Ziel? Familien unterstützen, die Jugend stärken und die Lebensqualität im Stadtteil merklich verbessern.
Besonders bemerkenswert ist die naturnahe Gestaltung des Parks. Insgesamt wurden 53 neue Bäume und etwa 90 Sträucher, darunter auch Naschobst, gepflanzt. Das sorgt nicht nur für ein schöneres Stadtbild, sondern fördert auch die Biodiversität. Blühwiesen entlang der östlichen Parkgrenze schaffen einen grünen Übergang zur zukünftigen Wohnbebauung und bieten zahlreichen Insekten einen Lebensraum. Christine Radl von der Grünraumabteilung lobt die Planung und Umsetzung des Parks, der als offener Treffpunkt für junge Menschen dient und ein verbindendes Element im Stadtteil darstellt.
Ein Ort für alle
Besonders praktisch: Im Gebäude des angrenzenden Jugendzentrums gibt es eine öffentliche WC-Anlage, die über den Park erreichbar ist. Damit wird der Park nicht nur zu einem Ort der Erholung, sondern auch zu einem praktischen Anlaufpunkt für die Nachbarschaft. Die Stadt Graz setzt mit dem Gertie-Pakesch-Kaan-Park ihren Weg fort, neue Grünräume zu schaffen und bestehende aufzuwerten. In den letzten fünf Jahren wurden bereits 14 neue Parks in Graz realisiert, was den Alltag vieler Grazer:innen spürbar verbessert hat.
Doch was bedeutet diese Entwicklung für die biologische Vielfalt in der Stadt? Die Städtebauförderung spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, die Lebensqualität in urbanen Räumen zu steigern. Sie kann zur integrierten Stadtentwicklung genutzt werden, die nicht nur den Fokus auf den Klimaschutz legt, sondern auch die biologische Vielfalt berücksichtigt. Im Rahmen des Werkzeugkastens Stadtnatur werden konkrete Handlungsmöglichkeiten vorgestellt, um das Stadtgrün zu fördern und die Lebensräume für Flora und Fauna zu verbessern.
Vielfalt fördern
Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel sind zwar etablierte Themen in der Städtebauförderung, jedoch wird die biologische Vielfalt oft stiefmütterlich behandelt. Dabei gibt es zahlreiche Strategien und Maßnahmen, die eine Integration von Lebensqualität, Klimaschutz und biologischer Vielfalt ermöglichen. Es werden unterschiedliche Maßnahmentypen vorgestellt, die von Neuanlagen bis hin zu Aufwertungen und Vernetzungen von Grünflächen reichen.
Die Förderung biologischer Vielfalt sollte bereits frühzeitig in die Planung von städtebaulichen Entwicklungsprojekten einfließen. Voraussetzung hierfür ist ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), das strategische Ziele und Handlungsfelder bündelt. In diesem Rahmen kann die biologische Vielfalt entweder als eigenständiges Handlungsfeld oder als Querschnittsthema berücksichtigt werden. Dies zeigt, wie wichtig eine ganzheitliche Herangehensweise ist, um die Lebensqualität in urbanen Räumen nachhaltig zu sichern.
Die Stadt Graz hat mit dem Gertie-Pakesch-Kaan-Park ein Beispiel geschaffen, wie durchdachte Planung und Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung nicht nur die Lebensqualität erhöhen, sondern auch die Biodiversität fördern können. Ein Schritt in die richtige Richtung, der hoffentlich auch in anderen Städten Nachahmer findet.