Fest der Gemeinschaft und Ehrung der Helden in Gratkorn
In Gratkorn wurde am vergangenen Wochenende ein dreitägiges Fest im Gemeinschaftspark gefeiert, das die Herzen der Anwohner höher schlagen ließ. Das Programm war bunt und abwechslungsreich, mit einem Riesenwuzzler-Turnier, einer After-Match-Party, einem Familienfest und einem geselligen Frühschoppen am Sonntag. Der Höhepunkt war jedoch die Fahrzeugsegnung neu angeschaffter Einsatzeinheiten der Feuerwehr Gratkorn Markt und des Roten Kreuzes, die durch Diakon Franz Kink feierlich durchgeführt wurde.
Bei der Segnung wurden zwei Rettungstransportautos des Roten Kreuzes sowie ein Kommando- und ein Tunnelfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Gratkorn Markt gesegnet. Diakon Kink sprach ein bewegendes Segensgebet für die 90 Feuerwehrkameraden und die 160 Mitglieder des Roten Kreuzes, die unermüdlich im Einsatz sind. Während der Veranstaltung betonte ABI Hannes Koch die Unersetzlichkeit der Menschen in der Feuerwehr und der Rettungsdienste, und Bürgermeister Michael Feldgrill dankte den Einsatzkräften für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, in Notfällen zu helfen. Solche Worte der Anerkennung sind wichtig, denn sie zeigen, dass die Arbeit dieser Menschen nicht selbstverständlich ist.
Ehrungen für verdienstvolle Mitglieder
Ein weiterer bewegender Moment war die Ehrung verdienstvoller Feuerwehrkameraden. Hier wurden die Katastrophenmedaille an Johann Glauninger, Stefan Dieter Namestnik, Rene Stemmer, Marco Adlboller und Johann Pichler (alle FF Gratwein) verliehen. Zudem erhielten Thomas Glanner und Gernot Zierler das Verdienstkreuz in Bronze und Silber, während Manuel Mitteregger, Feuerwehrärztin Lisa Klasnic, Lukas Weber, HBI Patrick Sitter und Christoph Hausegger das Verdienstzeichen 3. Stufe erhielten. Die musikalische Umrahmung durch die Markt und Werkskapelle, gefolgt von den Hafendorfern, sorgte für eine ausgelassene Stimmung und rundete das Fest perfekt ab.
Doch während die Gratkorner noch die Feierlichkeiten nachklingen ließen, kam es am 19. Januar 2026 in der Umgebung zu einem ernsten Vorfall. Auf der Eggenfelder Straße wurde die Freiwillige Feuerwehr Gratkorn-Markt und Friesach-Wörth alarmiert. Der Einsatzbefehl lautete: „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“. Ein PKW, besetzt mit zwei Personen, war von der B67 abgekommen, hatte sich mehrfach überschlagen und prallte schließlich gegen ein Firmengebäude. Bei Eintreffen der Feuerwehr war eine Person im Fahrzeug eingeschlossen.
Rettungsaktion der Feuerwehr
Die Feuerwehrleute standen vor einer Herausforderung. Zunächst sicherten sie die Einsatzstelle und regelten den Verkehr. Die Betreuung der eingeschlossenen Person war von höchster Priorität. Mit einem hydraulischen Rettungsgerät wurde die Beifahrertür entfernt, und die Rettung erfolgte mittels eines Spineboards. Zudem wurden ausgelaufene Betriebsmittel gebunden und Fahrzeugteile beseitigt. Solche Einsätze zeigen, wie wichtig eine gut ausgebildete Feuerwehr ist, die in Krisensituationen blitzschnell reagiert.
Die Geschichte der Feuerwehr hat ihre Wurzeln bis zur Römerzeit, als bereits im Jahr 21 v. Chr. eine erste Feuerwehr gegründet wurde. Im Mittelalter war jede Gemeinde verpflichtet, für den Brandschutz zu sorgen. Die erste Berufsfeuerwehr wurde 1686 in Wien gegründet, und die evolutionäre Entwicklung der Feuerwehren hat uns zu den gut organisierten Freiwilligen Feuerwehren gebracht, die wir heute kennen. In Österreich entstanden diese in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und haben sich seither immer weiter professionalisiert.
Die Bedeutung von Freiwilligen Feuerwehren kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie sind ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft, leisten wertvolle Dienste und nehmen eine Schlüsselrolle im Katastrophenschutz ein. Egal, ob bei Festen oder im Ernstfall, ihre Einsatzbereitschaft zeigt, dass sie nicht nur Helden in Uniform sind, sondern auch Menschen mit Herz und Engagement.
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