Heute ist der 21.04.2026, und die Stadt Graz steht vor einer finanziellen Herausforderung, die in der letzten Gemeinderatssitzung am 23. April thematisiert wurde. Der Rückblick auf das Jahr 2025 und die geprüften Abschlüsse der städtischen Eigenbetriebe zeigten ein gemischtes Bild: Während das Grazer Parkraumservice (GPS) mit einem Überschuss von 21.700 Euro aufwarten kann, sieht es bei „Wohnen Graz“ ganz anders aus. Hier wurde ein Fehlbetrag von 5,48 Millionen Euro für 2025 festgestellt. Die Wirtschaftsprüfer informierten den Geschäftsführer Gerhard Uhlmann über die erheblichen Verluste, die auch für 2026 erwartet werden.
Besonders alarmierend ist, dass der Verlust von „Wohnen Graz“ im Jahr 2024 bereits 8,7 Millionen Euro betrug. Der Stadtrechnungshof wies auf eine „bedenkliche wirtschaftliche Situation“ hin. Zwar konnte der Verlust für 2025 durch einmalige Sondereffekte, wie eine Erhöhung des Zinszuschusses, verringert werden, doch die Prüfer betonen, dass wirtschaftliche Unternehmen auf Gewinne ausgerichtet sind – nicht auf Verluste.
Leistbares Wohnen als kommunale Aufgabe
Die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) äußerte sich zu den Ergebnissen und stellte klar, dass leistbares Wohnen eine wesentliche Aufgabe der Kommune sei. Ihrer Meinung nach kann „Wohnen Graz“ nicht gewinnbringend arbeiten, da es sich hierbei um Verwaltungsaufgaben handelt. Interessant ist, dass vor der Gründung von „Wohnen Graz“ im Jahr 2015 keine Beschwerden über Verluste verzeichnet wurden. Dies deutet darauf hin, dass sich die Budgetdarstellung in den letzten Jahren erheblich geändert hat.
Die positive Bilanz der Geriatrischen Gesundheitszentren (GGZ) hingegen, deren Zahlen aus Vorsicht gegenüber Privatunternehmen nicht veröffentlicht werden, könnte als positiver Kontrast zu den finanziellen Schwierigkeiten von „Wohnen Graz“ gesehen werden. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die finanziellen Rahmenbedingungen in den kommenden Jahren entwickeln werden.
Ausblick auf die kommenden Herausforderungen
Die Herausforderungen, vor denen „Wohnen Graz“ steht, sind nicht nur finanzieller Natur. Mit den prognostizierten Verlusten für 2026 wird die Stadt Graz gefordert sein, Lösungen zu finden, um die Situation zu stabilisieren und leistbares Wohnen für alle Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Die Diskussionen im Gemeinderat werden zeigen, in welche Richtung die Stadt lenken möchte, um die Balance zwischen finanzieller Gesundheit und sozialer Verantwortung zu halten.
Für weitere Informationen und Details zu den aktuellen Entwicklungen in Graz und den Eigenbetrieben der Stadt, besuchen Sie bitte die Quelle: Kleine Zeitung.