Fortbildungstag des Kriseninterventionsteams in Kalsdorf: Wertschätzung für engagierte Helfer
Am vergangenen Samstag fand in Kalsdorf bei Graz ein ganz besonderer Fortbildungstag des Kriseninterventionsteams (KIT) des Landes Steiermark statt. An diesem Tag wurden die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihr langjähriges und außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet. Es war eine Veranstaltung, die nicht nur die harte Arbeit der Teamer würdigte, sondern auch die Bedeutung ihrer Rolle in Krisensituationen hervorhob. Denn das KIT begleitet Menschen in akuten Krisensituationen und leistet in den ersten Stunden nach belastenden Ereignissen wertvolle Unterstützung. Ein echter Lichtblick, wenn man bedenkt, wie viele Menschen in schwierigen Zeiten auf diese Hilfe angewiesen sind.
Besonders beeindruckend ist, dass das Team neben der akuten Krisenintervention auch psychosoziale Nachbetreuung für Einsatzkräfte anbietet. Diese Nachbetreuung ist wichtig, denn Einsatzkräfte sind bei ihrer Hilfe oft selbst Gefahren ausgesetzt und erleben Not, Leid und Tod. Wenn man darüber nachdenkt, ist es kaum vorstellbar, wie belastend solche Einsätze sein können. Der Landeshauptmann Mario Kunasek sprach an diesem Tag und betonte die Bedeutung des Kriseninterventionsteams. Sein Dank galt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Leistungen oft ehrenamtlich erbracht werden. Ein Zeichen von Respekt und Dankbarkeit, das nicht oft genug ausgesprochen werden kann.
Die Zahlen sprechen für sich
Von Jänner bis Mai 2026 verzeichnete das KIT-Team bereits 357 Einsätze, was einem Anstieg von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Zahlen sind beeindruckend und zeigen, wie wichtig die Arbeit des Teams ist. Die Fortbildungstag beinhaltete Vorträge zu psychosozialer Akuthilfe und einen Austausch mit Experten zur Qualitätssicherung. Hier wird deutlich, dass die kontinuierliche Weiterbildung und der Austausch mit Fachleuten unerlässlich sind, um die bestmögliche Unterstützung für Betroffene und Einsatzkräfte zu gewährleisten.
Die Ausbildung der Einsatzkräfte erfolgt gemäß den Richtlinien der International Critical Incident Stress Foundation (ICISF). Dabei wird die Methode des Critical Incident Stress Management (CISM) angewendet. Diese strukturierte Herangehensweise ist entscheidend, um die Einsatzkräfte optimal auf belastende Situationen vorzubereiten. Die Ausbildung umfasst mehrere Module, unter anderem ein Basisseminar zur Psychischen Ersten Hilfe und verschiedene Aufbauseminare, die auf spezifische Interventionstechniken eingehen. Die gesamte Ausbildung zur psychosozialen Notfallversorgung (PSNV-E) besteht aus 101 Unterrichtseinheiten, was die Ernsthaftigkeit und Professionalität dieser Ausbildung unterstreicht.
Ein starkes Netzwerk für Betroffene und Einsatzkräfte
Die Teams setzen sich aus speziell geschulten Einsatzkräften zusammen, die in Bereichen wie Rettungsdienst, Katastrophenschutz oder Polizei tätig sind. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass diese Menschen nicht nur gut ausgebildet sind, sondern auch ein starkes Netzwerk bilden, um sich gegenseitig zu unterstützen. Nach einem belastenden Einsatz bietet die Einsatznachsorge Gesprächsangebote für Einzelpersonen und Teams an. Das Ziel ist, die Einsatzkräfte zu entlasten und den schnellen Abbau von einsatzbedingten Belastungsreaktionen zu fördern.
Der Fortbildungstag war auch eine Plattform für zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und Einsatzorganisationen. Unter ihnen waren Harald Eitner, Marco Triller, Manfred Komericky, Gernot Rieger und Andreas Weitlaner. Es ist schön zu sehen, wie die Gesellschaft die Arbeit dieser Teams wertschätzt und anerkennt. In Zeiten, in denen Stress und Belastung oft omnipräsent sind, ist es von großer Bedeutung, dass es Menschen gibt, die sich für andere einsetzen und in Krisensituationen zur Seite stehen.
Insgesamt zeigt der Fortbildungstag des Kriseninterventionsteams, wie wichtig die Arbeit in der psychosozialen Notfallversorgung ist. Dank der engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird vielen Menschen in schwierigen Zeiten geholfen. Es bleibt zu hoffen, dass die Unterstützung für diese Teams auch in Zukunft aufrechterhalten wird, denn ihre Arbeit ist für unsere Gesellschaft von unschätzbarem Wert. Die Auszeichnungen und der Austausch an diesem Tag waren ein Schritt in die richtige Richtung, um die Wertschätzung für diese wichtige Arbeit weiter zu festigen.
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