Die Stadt Graz ist nicht nur für ihre beeindruckende Architektur und eine lebendige Kulturszene bekannt, sondern auch für ihre Bemühungen im Bereich Umwelt- und Abfallmanagement. Jüngst wurde die Kampagne „Ich bin aus Plastik, hol mich hier raus!“ mit Silber beim „Green Marketing Award 2026“ ausgezeichnet. Der Preis würdigt Marketingprojekte, die sich mit ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandersetzen. Aber was steckt hinter dieser Kampagne? Und warum ist sie so wichtig für Graz?

Die Kampagne hat ein klares Ziel: Plastik im Bioabfall zu reduzieren. Jährlich werden in Graz etwa 550.000 Kilogramm Fremdstoffe im Bioabfall festgestellt, und oft landen kompostierbare Plastiksäcke fälschlicherweise im Biomüll. Das hat nicht nur negative Auswirkungen auf die Kompostverarbeitung, sondern auch auf die gesamte Umwelt. Die Holding Graz, die hinter dieser Initiative steht, hat erkannt, dass Aufklärung der Schlüssel zur Verbesserung der Bioabfallqualität ist. Der Marketingchef Richard Peer, die Mitarbeiterin Sarah Spörk und Verena Hölzlsauer nahmen den Preis in Wien entgegen und betonten die Bedeutung von nachhaltigem Marketing für Bewusstsein und Veränderung.

Vielseitige Ansprache für mehr Wirkung

Um die Botschaft zu verbreiten, setzte die Kampagne auf eine crossmediale Ansprache. So wurden soziale Medien, Kooperationen mit Influencern, Drucksorten, Online-Medien und Außenwerbung genutzt. Ein interaktives Abfalltrennquiz auf der Website sollte das Thema spielerisch verständlicher machen. Auch die Sichtbarkeit im öffentlichen Raum wurde erhöht: Ein gestaltetes Wartehaus und Verteilaktionen trugen dazu bei, die Bürgerinnen und Bürger von Graz noch stärker zu erreichen.

Die Ergebnisse sprechen für sich! Die Fehlwürfe im Bioabfall konnten im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent gesenkt werden. Das ist ein echter Erfolg, der zeigt, dass Aufklärung und Engagement fruchten. Zudem stiegen die Downloads der Graz Abfall-App um 20 Prozent, und die Zugriffe auf die Seite zum Thema Bioabfall erhöhten sich sogar um 87 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Man könnte sagen, dass die Grazerinnen und Grazer jetzt deutlich besser informiert sind, wenn es um die richtige Abfalltrennung geht.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Die Initiative passt in einen größeren Kontext, in dem Plastikmüll zunehmend kritisch betrachtet wird. Laut dem WWF können viele Plastikprodukte, die nicht lebenswichtig sind, schnell reduziert oder sogar ganz abgeschafft werden. Dazu zählen beispielsweise Plastikfasern in Zigarettenfiltern oder Mikroplastik in Kosmetika. Während einige Produkte unverzüglich reduziert werden können, wie etwa Plastikbesteck, gibt es andere, bei denen ein schrittweiser Ausstieg erforderlich ist. Die Grazer Kampagne zeigt, wie wichtig es ist, das Bewusstsein für solche Themen zu schärfen und aktiv an Lösungen zu arbeiten.

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Mit dieser Auszeichnung beweist Graz, dass es nicht nur eine Stadt mit einer reichen Geschichte ist, sondern auch ein Vorreiter in Sachen nachhaltiger Entwicklung. Das Engagement der Holding Graz und der Stadtverwaltung wird hoffentlich auch andere Städte inspirieren, ähnliche Kampagnen zu starten. Und, ehrlich gesagt, wer kann nicht ein bisschen weniger Plastik in seinem Leben gebrauchen?

Für weitere Informationen zu dieser beeindruckenden Kampagne, werfen Sie einen Blick auf die vollständige Berichterstattung in 5min.at.

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