Heute ist der 24.05.2026 und in Graz ist die Aufregung über den Eurovision Song Contest (ESC) noch spürbar. Der Sieg ging schließlich nach Bulgarien, aber ein Teil dieser grandiosen Leistung ist auch Graz zuzuschreiben. Josef Loibner, der Leiter des Theaterservice Graz, hat mit seinem Team das Bühnenbild für die ESC-Show entworfen. Das Ganze geschah über den Bieterpool des ORF, und man kann sich vorstellen, wie die Vorbereitungen, die von 3. bis 21. April liefen, eine echte Herausforderung waren.
Das Bühnenbild war nicht nur ein kreativer Akt, sondern auch ein logistisches Meisterwerk! Ein Wechsel zwischen den verschiedenen Bühnenbildern durfte maximal 45 Sekunden dauern. Dazu mussten die Bühnenbilder auf Rollen gebaut werden, damit sie schnell auf die Bühne transportiert werden konnten. Und man stelle sich vor, das Ganze wurde über eine Rampe etwa drei Meter hoch transportiert. Da braucht es schon eine gewisse Improvisation, um alles reibungslos hinzubekommen. Loibner selbst hatte die Idee, eine größere Uhr für das Set zu verwenden, und das sorgte für ordentlich Spekulationen im Netz. Die Uhr, die während der Performance auf kurz nach eins stand, hat viele Fragen aufgeworfen. Lustigerweise stellte Loibner beim Aufhängen fest, dass sie auf halb drei stand. Die Uhr wird nun nach Graz zurückgebracht – eventuell als Trophäe!
Stolz auf den Beitrag zum Sieg
Ehrlicherweise hatte Loibner keinen direkten Kontakt zur ESC-Siegerin, aber der Stolz über den eigenen Beitrag zum Sieg ist ihm deutlich anzumerken. Es war ein aufregender Prozess, und bei der Generalprobe gab es sogar einen Schreckmoment: Abgenutzte Räder mussten kurzfristig getauscht werden. Trotzdem hat alles geklappt, und Loibner äußerte den Wunsch, erneut eine Bühne für den ESC zu bauen, falls er die Gelegenheit dazu bekommt, und das nach Österreich zurückkommt.
Doch es gibt noch mehr Neuigkeiten zum ESC, der im Mai 2026 in Wien stattfinden wird. Am 16. Dezember 2025 präsentierte der ORF in der Wiener Stadthalle die neuesten Entwicklungen zum 70. Eurovision Song Contest. ORF-Generaldirektor Roland Weißmann und sein Team informierten über das Stage Design, das von Florian Wieder stammt. Es soll vertraute ESC-Elemente mit innovativen Ideen verbinden. Ein Highlight ist die gebogene LED-Fläche, die die Form eines Blattes hat, zusammen mit einem geschwungenen Resonanzbogen und einem markanten Bühnengerüst.
Ein Fest der Musik und Kreativität
Die Leitmotive des Designs sind wirklich spannend: Blatt, Schwunglinie und Konstrukt. Diese stehen für Neubeginn, musikalische Bewegung und künstlerische Struktur. Die Vision des ESC lautet „United by Music – in the Heart of Europe“. Das lässt auf ein grandioses Fest hoffen! Die Regie übernimmt das Duo Michael Kögler und Robin Hofwander, während die Musik von Dorothee Freiberger und Martin Gellner stammt, die Themen aus Mozarts „Zauberflöte“ neu interpretieren. Das Lichtdesign wird von Tim Routledge verantwortet und wird sicherlich einen beeindruckenden visuellen Eindruck hinterlassen.
Die Ticketregistrierung für den ESC endet übrigens am 18. Dezember 2025 um 23.59 Uhr, und der Ticketkauf selbst startet am 13. Januar 2026. Wer dabei sein möchte, muss sich also rechtzeitig um alles kümmern. Der ORF sucht zudem rund 800 Volunteers, und mehr als 1.800 Menschen haben sich bereits vorregistriert – das zeigt, wie groß das Interesse an diesem Event ist! Ein weiterer Pluspunkt: Der ORF setzt auf Nachhaltigkeit und strebt eine doppelte Zertifizierung als „Green Event“ und „Green Producing in Film und Fernsehen“ an.
